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Illegaler Handel mit Welpen: Neue Polizei-Ermittlungsgruppe

Ein Polizist der Bundespolizei steht in einer Leitstelle. Foto: Boris Roessler/dpa/Symbolbild
Ein Polizist der Bundespolizei steht in einer Leitstelle. Foto: Boris Roessler/dpa/Symbolbild

Die Dresdner Polizei geht mit einer eigenen Ermittlungsgruppe gegen den illegalen Handel mit Hundewelpen vor. Kriminelle hätten die hohe Nachfrage nach Haustieren während der Corona-Pandemie genutzt, um mit Hundewelpen aus Osteuropa zu handeln. Für die Hunde seien im Schnitt Preise zwischen 1500 bis 2500 Euro verlangt worden. Nach den bisherigen Ermittlungen gingen sie bundesweit immer nach dem gleichen Schema vor.

«Auf diversen Kleinanzeigenportalen boten sie als angebliche Hobbyzüchter junge Vierbeiner aus Deutschland zum Verkauf an. Bei Interesse brachten sie die Welpen ohne Papiere über die Grenze. Vor Ort beschafften sie den Tieren dann die erforderlichen Dokumente, indem diese in Tierarztpraxen durch Erstimpfungen mit einem entsprechenden Pass ausgestattet und mit einem Transponder versehen wurden», schilderte die Polizei die Masche.

Um die Hunde an ihre neuen Besitzer in ganz Deutschland zu übergeben, hätten die Täter Treffen auf Parkplätzen oder an Raststätten vereinbart, hieß es. «Der Verkauf erfolgte wortwörtlich aus dem Kofferraum heraus. Wenige Tage nach dem Kauf verschlechterte sich dann der Zustand der Welpen. Viele litten an Vorerkrankungen, befanden sich in zunehmend schlechter werdender Verfassung oder verstarben.»

Die Staatsanwaltschaft Dresden ermittelt wegen Betrugs. Die Polizei Dresden warnt davor, Tiere zu erwerben, die nicht vom Züchter stammen oder deren Herkunftsland unklar ist. Seriöse Züchter seien um das Wohlergehen der Jungtiere besorgt und würden in der Regel Fragen stellen, die den zukünftigen Verbleib des Hundes betreffen. Außerdem besäßen sie die Gesundheitspapiere beider Elterntiere und können nachweisen, dass der Welpe regelmäßig entwurmt wurde.

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

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