Im Dresdner Prozess wegen Kindesmissbrauchs gegen einen Mann aus Mecklenburg-Vorpommern und seine Ex-Freundin hat die Staatsanwaltschaft Haftstrafen gefordert. Bei dem einschlägig vorbestraften 35-Jährigen aus Malchow plädierte sie wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern auf zehn Jahre mit anschließender Sicherungsverwahrung. Die 31 Jahre alte Mutter zweier Opfer aus Dresden, zur Tatzeit ein und vier Jahre alten Schwestern, soll vier Jahre und zwei Monate wegen Beihilfe ins Gefängnis.
Die Schlussvorträge erfolgten zum Schutz der Privatsphäre der Angeklagten hinter verschlossenen Türen. Das Urteil der Jugendschutzkammer des Dresdner Landgerichts soll an diesem Freitag dann in öffentlicher Sitzung verkündet werden
Der Angeklagte soll über eine Dating-Plattform gezielt Kontakt zu alleinerziehenden Müttern in Sachsen aufgenommen haben, um sich an deren Töchtern zu vergehen. Die letzte Ex-Freundin soll ihm auf Wunsch kinderpornografische Fotos und Videos ihrer Töchter geschickt und die Mädchen auf den Missbrauch vorbereitet haben.