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Veröffentlicht mit publizer in Sachsen

Whisky-Manufaktur will Dresdener auf den Geschmack bringen

Ein Mann trinkt Whisky aus einem Glas. / Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa/Symbolbild
Ein Mann trinkt Whisky aus einem Glas. / Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa/Symbolbild

Das Elbtal in Sachsen steht für Weinanbau. Doch demnächst legt eine Firma mit ihrem Produkt ein paar Prozente zu - am 7. April öffnet eine Destillerie im Dresdner Alberthafen.

Beim Skat hat es den Geschäftsmann Frank Leichsenring eines Tages gereizt. Irgendwie kamen er und seine Mitspieler auf die Idee, Whisky selber zu brennen. Der 61-Jährige spricht selbst von einer Schnapsidee. «Vor ziemlich genau drei Jahren haben wir angefangen, unsere Idee in die Tat umzusetzen», so der gebürtige Vogtländer. Am 7. April soll die Manufaktur eröffnet werden.

Sechs Millionen Euro Investitionskosten lassen Leichsenring und sein Geschäftspartner Thomas Michalski in das Projekt im Dresdner Alberthafen fließen, allein die Technik wird mit 3,4 Millionen Euro veranschlagt. «Eine Million Liter Whisky pro Jahr schafft unsere Anlage - es ist die größte ihrer Art in Deutschland», sagt Leichsenring. Man sei mit dem Projekt gewachsen. Denn von der bloßen Lagerung des Whiskys in speziellen Fässern zur kompletten Herstellung von Whisky sei es nicht nur technisch ein weiter Weg.

Den Strom für die hochprozentige Produktion beziehen die Dresdner auch aus Solarzellen. Zudem versucht man mit der Rückgewinnung von Energie und dem Verwerten der Produktionsabfälle wie Dünnschlempe
und Treber möglichst energieneutral und nachhaltig zu produzieren.

Während man in Dresden der Eröffnung der Manufaktur mit ihren aktuell zehn Mitarbeitern entgegenfiebert, plagen die Branche vor dem Hintergrund der internationalen Entwicklung auch Sorgen. Michaela Habbel, Präsidentin des Verbandes deutscher Whiskybrenner, rechnet damit, dass der Ukraine-Krieg den Mitgliedern viel mehr zu schaffen machen wird als die Corona-Pandemie. «Die Getreidepreise explodieren gerade und auch der Glasmarkt ist betroffen», sagt Deutschlands oberste Brennmeisterin. Der Krieg habe Transporte zum Erliegen gebracht und Lieferketten unterbrochen.

Nach Angaben von Habbel wird in Deutschland Whisky nicht nur aus Gerste, sondern auch aus Weizen, Roggen und selbst Hafer hergestellt. Insgesamt 300 Betriebe seien damit bundesweit befasst, etwa 200 davon als reine Brennereien. Damit habe Deutschland sogar eine höhere Dichte an Brennereien als Whisky-Schwergewichte wie Irland oder Schottland.

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