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Medizinischer Dienst stellt 177 Behandlungsfehler fest

Ärztinnen und Ärzte während einer Operation. Foto: Waltraud Grubitzsch/ZB/dpa/Symbolbild
Ärztinnen und Ärzte während einer Operation. Foto: Waltraud Grubitzsch/ZB/dpa/Symbolbild

Der Medizinische Dienst Sachsen hat im vergangenen Jahr 177 Behandlungsfehler festgestellt. Damit wurde in mehr als einem Viertel der begutachteten Fälle (28,7 Prozent) ein entsprechender Fehler registriert, teilte der Medizinische Dienst am Dienstag mit. Insgesamt gab es 616 Fälle, die die Gutachter zu prüfen hatten. In 88 Fällen (14,3 Prozent) wurde von den Gutachtern ein direkter Zusammenhang zwischen dem Behandlungsfehler und einem gesundheitlichen Schaden registriert. Die anerkannten Fehler passierten unter anderem bei chirurgischen Eingriffen, betreffen den Angaben zufolge aber unterschiedliche Erkrankungen und Behandlungen.

Die Zahlen zeigten nur einen kleinen Ausschnitt, hieß es. Zahlreiche Fälle blieben nach wie vor unerkannt - etwa, weil sie von Patienten nicht erkannt und deshalb nicht gemeldet werden. «Behandlungsfehler müssen endlich konsequent offengelegt, systematisch erfasst und ausgewertet werden. Nur wenn man die Fehler kennt, kann man aus ihnen lernen und sie künftig vermeiden», forderte der Vorstandsvorsitzende des Medizinischen Dienstes Sachsen, Ulf Sengebusch.

Bei einem Verdacht können sich Patientinnen und Patienten an ihre Krankenkasse wenden, die dann entsprechende Expertengutachten beim Medizinischen Dienst in Auftrag gibt. Kosten entstehen den Patienten dadurch nicht.

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH