Auf Versicherte der Krankenkasse AOK Plus in Sachsen und Thüringen kommen höhere Beiträge zu. Zum 1. Januar steige der allgemeine Beitragssatz auf 16,1 Prozent, teilte die Kasse am Freitag mit. Der Verwaltungsrat der mit 3,4 Millionen Versicherten größten gesetzlichen Kasse in den beiden Bundesländern hatte sich zuvor auf einen Zusatzbeitragssatz von 1,5 Prozent verständigt. Der Verwaltungsratsvorsitzende Sven Nobereit sprach von einer schmerzhaften Entscheidung. Begründet wurde sie mit Eingriffen des Gesetzgebers, die die Ausgaben der Kasse in den vergangenen Jahren deutlich habe ansteigen lassen.
Das betreffe etwa die Arzneimittelkosten, die bei der AOK Plus von 1,9 Milliarden Euro im Jahr 2018 auf mehr als 2,2 Milliarden im vergangenen Jahr gestiegen seien. Auch verteuerte Klinikbehandlungen und gestiegene Honorare niedergelassener Ärzte schlügen zu Buche. Die durchschnittlichen Ausgaben je AOK-Versicherten in den beiden Ländern hätten sich von knapp 3500 Euro im Jahr 2018 auf rund 4100 Euro im Jahr 2021 erhöht.