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Affenpocken-Impfung: Berlin erwartet fast 5400 Dosen

Leere Ampullen mit einem Impfstoff gegen Affenpocken stehen in einem Klinikum. / Foto: Sven Hoppe/dpa/Symbolbild
Leere Ampullen mit einem Impfstoff gegen Affenpocken stehen in einem Klinikum. / Foto: Sven Hoppe/dpa/Symbolbild

Berlin rechnet zeitnah mit weiterem Nachschub an Affenpocken-Impfstoff. Voraussichtlich am Dienstag (30. August) erhalte die Hauptstadt davon 5380 Dosen, teilte die Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit, Pflege und Gleichstellung am Montag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. «Diese werden bis Ende der Woche bzw. Anfang der nächsten Woche zu gleichen Teilen an die 32 Impfstellen verteilt», hieß es. Der Bezirk Mitte erhalte die übrig bleibende Restmenge von 260 Impfdosen.

Die Verteilung von bundesweit insgesamt 19.500 weiteren Impfstoffdosen gegen das Virus war am Wochenende bekannt geworden. Vor allem in Hotspots reicht der zur Verfügung stehende Impfstoff zur Deckung der Nachfrage in den Praxen laut Regierung derzeit nicht aus. Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt die Impfung zur Vorbeugung von Affenpocken bestimmten Gruppen und Menschen, die engen Kontakt zu Infizierten hatten. Ein erhöhtes Ansteckungsrisiko sieht sie vor allem bei Männern, die gleichgeschlechtliche sexuelle Kontakte mit wechselnden Partnern haben.

Berlin hat seit Beginn des internationalen Ausbruchs im Mai 2022 von allen deutschen Bundesländern mit Abstand die meisten Fälle der Erkrankung gemeldet: rund 1600 (Datenstand: 26. August). Es folgt das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen mit knapp 760 erfassten Betroffenen. Bundesweit sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bisher 3422 Affenpocken-Infektionen gemeldet worden. Dabei ist laut RKI die Zahl der wöchentlich übermittelten Fälle seit Anfang August leicht rückläufig.

Wie die Berliner Gesundheitsverwaltung vorige Woche mitgeteilt hatte, sind in der Hauptstadt bislang mehr als 6000 Affenpocken-Impfungen verabreicht worden. Die Nachfrage wurde als sehr hoch eingeschätzt. Wegen Impfstoff-Knappheit hat Berlin auch bereits andere Bundesländer gebeten, Dosen abzugeben - so kamen laut Gesundheitsverwaltung vergangene Woche 160 Dosen aus Mecklenburg-Vorpommern. Zunächst hatte Berlin 8000 Impfdosen erhalten, weitere 3400 stammten aus Nachlieferungen nach Verhandlungen mit Bund und Ländern.

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