Rückschlag für Langstreckenschwimmer Joseph Heß aus Chemnitz: In nur 25 Tagen will er den Rhein von der Quelle bis zur Mündung bezwingen, doch die erste Halbzeit seiner Extremtour ist von einigen Pannen überschattet. Ein Magen-Darm-Infekt und ein Defekt des Begleitbootes hätten ihn zwei Tage in Verzug gebracht, sagte der 35-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. «Wir waren drauf und dran die Tour abzubrechen», gestand Heß mit Blick auf den Schaden am Motorboot. Damit all die Vorbereitungen und das Training nicht umsonst waren und weil auf die Schnelle kein Charterboot zu bekommen gewesen sei, habe er flugs ein gebrauchtes Boot gekauft.
Auch die Strömung habe ihn auf einem längeren Abschnitt des Flusses im Stich gelassen, erzählte Heß. Grund seien Schleusen gewesen. «Dann muss man sich jeden Kilometer zu 100 Prozent selbst aus der Schulter erarbeiten.» Dabei habe er nicht nur 8 bis 10 Stunden am Tag, sondern bis zu 12 Stunden schwimmen müssen, um sein Soll zu schaffen. Er sei nun jedoch guter Dinge, den Verzug aufzuholen. Allein am Donnerstag habe er eine halbe Tagesetappe wett gemacht und rund 75 Kilometer geschafft. «Ich bin nach so einem Tag wieder richtig euphorisch.»