Das Tempo der Entwicklung des Lausitzer Seenlandes zwischen Sachsen und Brandenburg wird aus Sicht des Tourismusverbandes durch die doppelte Zuständigkeit gebremst. «Für den Gast sind Ländergrenzen irrelevant», sagte Geschäftsführerin Kathrin Winkler der Deutschen Presse-Agentur zum zehnjährigen Jubiläum des Verbandes. Daher müsse das als ein Projekt behandelt werden. «Hier wünsche ich mir einen Staatsvertrag, der die Zusammenarbeit einfacher macht», sagte sie, etwa im Bereich der Fördermittel. «Manches geht aktuell nur mit sehr viel gutem Willen der Behörden.»
Der Verband agiere länderübergreifend, habe für das Projekt alle kommunalen Partner und sehr viele private Investoren gewonnen und Einigkeit im kommunalen Bereich, bilanzierte Winkler das Erreichte. «Die touristische Bekanntheit liegt mittlerweile bei 38 Prozent und das ist für einen Newcomer sehr beachtlich.» Wichtig war und sei, aus der Landschaft stillgelegter Braunkohletagebaue ein Lebensumfeld für die Bevölkerung zu schaffen, auch mit neuer Industrie und neuen Jobs, die angesiedelt werden müssen.