Die Geschichte des Kupferbergbaus im Mansfelder Land feiert 150-jähriges Jubiläum. «Auf dem ehemaligen Acker des Bergmanns Scharfe begannen am 1. November 1871 die Arbeiten und im August 1872 wurde der neue Schacht in den Akten erstmals als Röhrigschacht bezeichnet», berichtet der heutige Gästeführer des Bergbaumuseums in Wettelrode, Thomas Wäsche. Zum Jubiläum bietet das Museum am Samstag mit Voranmeldung den ganzen Tag über kostenlose Untertageführungen an.
«1990 war Schicht im Schacht, seitdem kommen im Durchschnitt jährlich 25.000 Besucher», sagt Wäsche. Die Führungen durch die ehemaligen Bergwerksgänge bei Sangerhausen sind etwas Besonderes und bei den Besuchern beliebt. Die Touristen kommen aus ganz Deutschland, um eine echte Grubenfahrt zu erleben. Der eiserne Förderturm von 1922 ist die älteste funktionierende Anlage Deutschlands.
«Speziell die rund fünfstündige Tour mit Paddelbooten ist heiß begehrt», meint Wäsche. Entlang der Hauptstrecke gibt es schmale Gänge. Dort lagen einst die Bergleute stundenlang auf einer Seite und schlugen das Kupfererz mühsam nur mit Schlägel und Eisen aus der Wand. Eine Puppe demonstriert den Arbeitsplatz eines Bergmanns. Die Anlage war mit Unterbrechungen zwischen 1873 bis 1990 in Betrieb - als Teil eines weit verzweigten Stollensystems, das die Region durchzieht.