Die KI-Konferenz Brains on Silicon erhält nach ihrer erfolgreichen Premiere eine Fortsetzung. Die Veranstalter haben am Dienstag auf LinkedIn ein "Save the date" für den 14. und 15. September 2026 veröffentlicht. Damit findet die zweite Ausgabe früher im Jahr statt als die Premiere, die am 22. und 23. Oktober 2025 im Internationalen Congress Center Dresden über die Bühne ging.
Erfolgreiche Premiere mit fast 1000 Teilnehmern
Die erste Brains on Silicon lockte rund 1000 Fachbesucher nach Dresden. 50 Referenten aus Deutschland und dem Ausland diskutierten zwei Tage lang über den praktischen Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Wirtschaft. Im Fokus standen Themen wie KI-gestützte Prozessautomatisierung, KI-Agenten für Verkehrssteuerung und Kundenbetreuung, quelloffene europäische Sprachmodelle sowie rechtliche Herausforderungen beim KI-Einsatz.
Am Dienstag (13.1.2026) gaben die Veranstalter das Datum für die 2026-Auflage von "Brains on Silicon" bekannt. Foto: PR
"Wir sind mit der ersten Ausgabe von Brains on Silicon mehr als zufrieden", betonte Veranstalter Stefan Queißer von Confgames Ende Oktober 2025. "Die Resonanz aus der Community war überwältigend – sowohl vor Ort als auch online." Besonders der intensive Dialog zwischen Industrie, Forschung, Startups und öffentlichem Sektor habe begeistert. Es seien zahlreiche neue Kooperationen und konkrete Projektideen entstanden.
Prominente Speaker setzten Akzente
Zu den Höhepunkten der Premiere zählten die Keynotes prominenter Speaker. Tech-Investor und Podcaster Philipp Klöckner, bekannt als Co-Host des erfolgreichen Formats "Doppelgänger Tech Talk", gab Einblicke in die Evolution großer Sprachmodelle und zeigte auf, wie KI bereits Milliarden Stunden Entwicklungszeit einspart – und welche ökologischen Herausforderungen damit verbunden sind.
Professor Frank H. P. Fitzek von der TU Dresden, einer der führenden Köpfe für Kommunikationsnetze und 6G-Forschung, widmete sich den Chancen und Grenzen von KI in der nächsten Mobilfunkgeneration. Er beschrieb Datennetzwerke als das Nervensystem der digitalen Gesellschaft und machte deutlich, dass KI-Innovation genauso stark von verlässlicher Infrastruktur abhängt wie von cleveren Algorithmen.
Weitere prominente Sprecher waren Frank Kebbekus, der die emotionale Seite der digitalen Transformation beleuchtete, sowie Stephan Klein von SAP SE, der aufzeigte, wie KI Qualitätsmanagement und Projektdurchführung von reaktivem Tracking hin zu proaktivem Handeln transformiert.
Positive Resonanz in der Community
Die Reaktionen auf die Konferenz fielen durchweg positiv aus. Vincent Tietz schrieb in seinem Blog, der erste Tag habe mit einem "optimistischen, aber geerdeteten Ton" geendet: "Das echte Potenzial von KI entfaltet sich, wenn Menschen und Maschinen gemeinsam lernen und erschaffen."
Die Agentur Mindbox lobte in ihrer Nachbetrachtung: "Chapeau an das Organisationsteam, wir erwarten mit Vorfreude die Ausgabe 2026!" Die drei Kollegen, die für Mindbox vor Ort waren, hoben besonders hervor, dass viele aktuelle Herausforderungen nicht technischer, sondern struktureller und kultureller Natur seien. KI werde oft noch als Add-on gedacht, dabei zeige sich immer deutlicher: Wer die Technologie wirklich nutzen wolle, müsse sie in Denkweise und Arbeitskultur integrieren.
Auch clicks.digital zog ein positives Fazit und betonte den Praxisbezug der Veranstaltung. Die Konferenz habe gezeigt, dass es nicht um Theorie gehe, sondern um konkrete Umsetzung und sofort anwendbare Lösungen.
Dresden als europäischer KI-Hotspot
"Dresden hat sich an diesen zwei Tagen spürbar als europäischer Hotspot für KI und Halbleiter präsentiert", resümierte Queißer. Die Konferenz sei mehr gewesen als eine klassische Fachveranstaltung – sie habe sich als Bühne für die regionale Community etabliert. Projekte aus dem KI Netzwerk Dresden präsentierten ihre Lösungen, während Startups aus der Region mit Investoren ins Gespräch kamen.
Die Veranstaltung wurde vom KI Netzwerk Dresden, Silicon Saxony, dem Freistaat Sachsen und der Stadt Dresden getragen. Die Anfänge dieser Community reichen ins Jahr 2023 zurück, als das KI Netzwerk Dresden gegründet wurde – getragen von Unternehmen wie digitalwert und ostec sowie Partnern aus Forschung und Industrie.
Weiterentwicklung für 2026 geplant
Für die zweite Ausgabe im September 2026 planen die Organisatoren eine Weiterentwicklung des Formats. Geplant sind noch mehr Praxisbezug, eine erweiterte Expo, neue Matchmaking-Formate und eine stärkere internationale Beteiligung. "Nach dem starken Auftakt ist klar: Brains on Silicon wird fortgesetzt und als feste Plattform für die deutsche und europäische KI-Community etabliert", kündigte Queißer an.
Die Premiere hatte neben Vorträgen und Panels auch interaktive Formate wie Masterclasses, Hackathons und Live-Demos geboten. Eine Expo und Startup Zone dienten als Herzstück für Austausch, Vernetzung und neue Ideen. Eine Abendveranstaltung bot Gelegenheit zum entspannten Netzwerken.
Weitere Informationen zur Konferenz gibt es unter www.brainsonsilicon.com.