Nach mehr als zwei Jahrzehnten Stillstand ist der östliche Kracht-Brunnen auf dem Neustädter Markt in Dresden am Mittwoch wieder in Betrieb genommen worden. Die 1979 von Bildhauer Friedrich Kracht geschaffene Anlage war seit der Elbeflut 2002 außer Betrieb und wurde nun nach umfangreicher Sanierung vor etwa 60 anwesenden Gästen von Umwelt-Bürgermeisterin Eva Jähnigen (Grüne) noch rechtzeitig im Jahr des 100. Kracht-Geburtstages feierlich eingeweiht. Jähnigen dankte "allen Bürgerinnen und Bürgern, die sich über die vielen Jahre für diesen Brunnen eingesetzt haben. Insbesondere möchte ich das Wirken von Prof. Erika Schmidt mit der Bürgerinitiative ‚Neustädter Freiheit‘ würdigen. Sie hat das Vorhaben bekannt gemacht und zahlreiche Spenden eingeworben. Mein Dank gilt auch dem Freistaat Sachsen für die bereitgestellten Fördermittel, dem Stadtbezirk und den Stadträten“.
Der östliche Kracht-Brunnen gehört zu zwei baugleichen Anlagen neben dem Goldenen Reiter und gilt als bedeutendes Zeugnis der DDR-Stadtgestaltung. Während der westliche Brunnen über die Jahre regelmäßig lief, verfiel der östliche zunehmend. Erst 2024 begann die Stadt mit einer denkmalgerechten Sanierung, die sich durch Finanzierungsprobleme und Lieferschwierigkeiten bei Spezialmaterialien mehrfach verzögerte. Ursprünglich war die Wiederinbetriebnahme für das Frühjahr 2025 vorgesehen, nun sprudelt das Wasser im Dezember.
Dresdens Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen sprach zur Wiederinbetriebnahme des Krachtbrunnens. Foto: CdH