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Darum informiert Dresden über sichere Akku-Entsorgung

Darum informiert Dresden über sichere Akku-Entsorgung
Symbolbild Lithium-Akkus / pixabay eak_kkk
Von: Cornelius de Haas
Dresden startet Kampagne zur sicheren Entsorgung von Lithium-Akkus und zur Vermeidung von Bränden. Informieren Sie sich über Brandschutz und richtige Ablage.

Rund 30 Brände pro Tag in Deutschland haben ihre Ursache in falsch entsorgten Lithium-Akkus und Batterien. In Dresden ist die Zahl dieser Vorfälle ebenfalls alarmierend, was die Stadt veranlasst, eine umfassende Informationskampagne zu starten. Gemeinsam mit der Dresdner Feuerwehr und der Stadtreinigung wird seit diesem Mittwoch auf die Gefahren aufmerksam gemacht, die von unsachgemäß entsorgten Akkus ausgehen.

Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen erklärt: „Akkus und Batterien liefern Energie für unzählige Geräte in unserem Alltag. Dass sie bei falscher Entsorgung aber Brände auslösen können, ist ein großes, oft unterschätztes Problem – für die Menschen und die Umwelt. Um diese Gefahren zu minimieren und wertvolle Rohstoffe zu erhalten, wollen wir auf verschiedenen Wegen aufklären, wie die Entsorgung am besten funktioniert.“

Alte Batterien und Akkus enthalten nicht nur wertvolle Rohstoffe wie Nickel, Kobalt und Lithium, sondern auch gefährliche Stoffe wie Quecksilber und Blei. Eine korrekte Entsorgung schützt die Umwelt und ermöglicht die Rückgewinnung dieser Materialien.

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Zur Sensibilisierung der Dresdner Bevölkerung sind zwei Entsorgungsfahrzeuge mit dem Kampagnenmotiv beklebt und werden in der Stadt unterwegs sein. Zudem werden Restabfallbehälter mit Informationsstickern ausgestattet, und große Banner sowie Plakate werden in den Eingangsbereichen der städtischen Wertstoffhöfe platziert. Geschäftsführer der Stadtreinigung Dresden, Alf Schwaten, warnt: „Ein kleiner Akku kann großen Schaden anrichten und ein ganzes Abfallsammelfahrzeug in Brand setzen.“

Die Feuerwehr sieht sich zunehmenden Herausforderungen gegenüber, wenn es zu Bränden in Entsorgungsanlagen kommt. „Falsch entsorgte Akkus sind eine stark unterschätzte Brandgefahr“, betont Feuerwehrsprecher Michael Klahre. „Jede korrekt entsorgte Batterie kann solche Großbrände verhindern.“

Die sichere Entsorgung dieser Geräte erfolgt auf allen städtischen Wertstoffhöfen, wo sie gebührenfrei abgegeben werden können. Auch Einzelhändler sind verpflichtet, diese zurückzunehmen. Bei Lithium-Ionen-Akkus sollten die Pole abgeklebt werden, um Brandrisiken zu minimieren.

Um die Aufmerksamkeit zu verstärken, werden bis Jahresende Kampagnen-Postkarten und Indoor-Plakate in Gastronomie, Hochschulen und weiteren Einrichtungen ausgelegt. Eine spezielle Sammelbox für Batterien wird in Zukunft von der Abfallberatung bereitgestellt, um die korrekte Entsorgung zu sichern.

Cornelius de Haas
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Cornelius de Haas

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