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Das waren 2025 Dresdens beliebteste Vornamen

Symbolbild Neugeborene / pixabay bongbabyhousevn
Symbolbild Neugeborene / pixabay bongbabyhousevn

Im Jahr 2025 wurde Emil zum zehnten Mal in Folge zum beliebtesten Jungenname in Dresden. Bei den Mädchen hat Charlotte Emma abgelöst. Die Geburtenzahlen bewegen sich jedoch weiterhin auf niedrigem Niveau.

Emil bleibt seiner Linie treu: Bereits zum zehnten Mal in Folge führt der Name die Beliebtheitsskala bei den Jungennamen in Dresden an. Bei den Mädchen gibt es hingegen einen Wechsel an der Spitze – Charlotte löst Emma ab und ist erstmals der beliebteste Vorname in der Landeshauptstadt.

Geburtenzahl bleibt auf niedrigem Niveau

Im Jahr 2025 wurden in Dresden insgesamt 5.947 Kinder geboren, darunter 3.056 Jungen und 2.887 Mädchen. Bei der Beurkundung von vier Kindern war das Geschlecht unbestimmt. Die Zahl der Geburten bewegt sich damit weiter auf einem niedrigen Niveau und liegt nur geringfügig über dem Vorjahr (2024: 5.877). Unter den Neugeborenen gab es 93 Zwillingspärchen sowie zwei Drillingsgeburten. Zusätzlich wurden 81 Geburten nachbeurkundet, bei denen die Kinder im Ausland geboren wurden.

Fast die Hälfte der Mütter (49 Prozent) war bei der Geburt nicht verheiratet, 34 Prozent der Eltern wohnten außerhalb des Standesamtsbezirkes Dresden. Beide Werte unterliegen seit Jahren nur geringen Schwankungen. Der Anteil der Elternteile mit ausländischer Staatsangehörigkeit lag 2025 bei 21,2 Prozent. Insgesamt waren 124 verschiedene Länder vertreten. Platz 1 belegte Syrien mit 300 Elternteilen, gefolgt von der Ukraine (188) und Indien (142). Auf den Plätzen vier und fünf folgten die Russische Föderation (122) sowie Polen (110).

Die beliebtesten Vornamen im Detail

Bei den Mädchen führt Charlotte mit 37 Vergaben erstmals die Statistik an. Der Vorjahresfavorit Emma folgt mit 32 Vergaben auf Platz 2, gleichauf auf Rang 3 liegen Alma und Mathilda mit jeweils 30 Vergaben. Die weiteren Top-10-Plätze belegen Ella (28), Emilia, Leni und Mia (jeweils 27), Ida (26) sowie Amelie (25).

Bei den Jungen behauptet Emil mit 49 Vergaben souverän die Spitzenposition – bereits das zehnte Jahr in Folge. Noah landet mit 37 Vergaben auf Platz 2, gefolgt von Theo (36), Oskar (34), Anton, Arthur und Elias (jeweils 33), Karl (32), Theodor (31) und Henry (30).

Insgesamt wurden 3.632 Kinder mit nur einem Vornamen beurkundet. Die Vielfalt ist groß: 723 Mädchennamen und 644 Jungennamen wurden jeweils nur einmal vergeben. Zu Namensablehnungen führt das Standesamt keine statistischen Erhebungen.

Mai ist der beliebteste Heiratsmonat

Die Zahl der Eheschließungen blieb 2025 auf einem hohen Niveau, lag jedoch etwas unter dem Vorjahreswert. Insgesamt wurden 1.817 Ehen geschlossen (2024: 1.984), darunter 65 Paare gleichen Geschlechts. Der beliebteste Monat für Eheschließungen war der Mai mit 256 Trauungen, während der Januar mit lediglich 35 Eheschließungen das Schlusslicht bildete.

Bei 194 Eheschließungen hatten ein oder beide Partner eine ausländische Staatsangehörigkeit. Am häufigsten vertreten waren Syrien (44), die Türkei (30) und Österreich (22). Besonders gefragt war weiterhin der Hauptsitz des Standesamtes, die Villa Weigang Dresden auf der Goetheallee, in der 2025 insgesamt 1.418 Ehen geschlossen wurden.

Jan Pratzka, Beigeordneter für Wirtschaft, Digitales, Personal und Sicherheit, freut sich über die gute Annahme des neuen Onlinebuchungsportals: "Für das Jahr 2026 ist die Villa Weigang an den Wochenenden von April bis September nahezu vollständig ausgebucht. Eheschließungstermine können maximal ein Jahr im Voraus reserviert werden."

Weitere beliebte Trauorte waren das Schloss Albrechtsberg (95 Eheschließungen), das Lingnerschloss (50), das Schloss Schönfeld (56), das Kulturrathaus (44), das Landhaus (41), der Rathaus Weixdorf (33), das Kraszewski-Museum (31), das Neues Rathaus (25) und das Palais im Großen Garten (21). Ein direkter Vergleich zwischen den Trauorten ist allerdings nur eingeschränkt möglich, da viele Eheschließungsobjekte ausschließlich zu bestimmten Terminen in der Hauptsaison geöffnet sind, während die Villa Weigang ganzjährig zur Verfügung steht.

Sterbefälle erneut gestiegen

Im Jahr 2025 wurden 6.902 Sterbefälle beurkundet, darunter 3.569 Männer und 3.332 Frauen. Die Anzahl ist damit erneut höher als im Vorjahr (2024: 6.717). 177 der verstorbenen Personen besaßen eine ausländische Staatsangehörigkeit. Zudem wurden zwölf Sterbefälle nachbeurkundet, die sich im Ausland ereignet hatten. Die Zahl der ausgestellten Personenstandsurkunden ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen und lag bei insgesamt 18.810 (2024: 18.414).

Neues Namensrecht und Selbstbestimmungsgesetz stark nachgefragt

Seit dem 1. Mai 2025 gibt es ein neues Namensrecht, das mehr Flexibilität bei der Wahl von Geburts- und Ehenamen ermöglicht und nachträgliche Namensänderungen erleichtert. Seit Inkrafttreten des Gesetzes wurden 164 Erklärungen zum Geburtsnamen beurkundet, die zuvor rechtlich nicht zulässig gewesen wären. Am häufigsten wurde dabei die sogenannte Rückbenennung gewählt, also die Rücknahme des Namens eines Stiefelternteils. Ergänzend dazu wurden 46 Erklärungen zum Ehenamen aufgenommen. Besonders häufig entschieden sich Ehegatten für einen gemeinsamen Doppelnamen, der künftig von beiden Partnern geführt wird.

Auch das seit 1. November 2024 geltende Selbstbestimmungsgesetz wird stark genutzt. Es ermöglicht die Änderung des Geschlechts durch Erklärung gegenüber dem Standesamt. Im Jahr 2025 nahm das Standesamt Dresden mit 252 beurkundeten Erklärungen eine gleichbleibend hohe Zahl an Vorgängen auf (2024: 240). 159 Personen erklärten eine neue Geschlechtszugehörigkeit, nachdem sie zuvor als weiblich registriert waren, 92 Personen waren zuvor als männlich registriert. 35 Erklärungen wurden von Personen unter 18 Jahren abgegeben.

Die Zahl der Kirchenaustritte sank 2025 leicht: Mit 2.159 Austritten lag sie unter dem Vorjahreswert von 2.455.

Hinweis: Die Standesbeamtinnen und Standesbeamten der Landeshauptstadt Dresden beurkunden Personenstandsfälle, die sich auf dem Territorium der Stadt ereignet haben. Aus diesen Zahlen ist kein Rückschluss auf die mit Haupt- oder Nebenwohnsitz gemeldete Bevölkerung möglich.

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