Manchmal macht die Natur den Ermittlern die Arbeit leichter: Nach einem nächtlichen Einbruch in ein Geschäft an der Prießnitzstraße in Dresden führten Spuren im frischen Schnee die Polizei direkt zum mutmaßlichen Täter.
Eingangstür eingetreten – aber nichts gestohlen
Ein Streifenteam der Dresdner Polizei wurde in der Nacht zu einem Einbruch gerufen. Ein zunächst Unbekannter hatte die Eingangstür eines Geschäftes eingetreten. Nach ersten Erkenntnissen stahl er jedoch nichts und verließ den Tatort wieder.
Reifenspuren führten zum gestohlenen Fahrrad
Vom Täter fehlte scheinbar jede Spur – doch der frische Schnee wurde ihm zum Verhängnis. Die Polizisten entdeckten Reifenspuren eines Fahrrades, die vom Tatort direkt zu einem Haus ganz in der Nähe führten. Dort stellten sie ein Mountainbike sicher, das nach einem Diebstahl zur Fahndung ausgeschrieben war.
Fußspuren führten ins Treppenhaus
Die Beamten folgten anschließend den Fußspuren, die vom abgestellten Fahrrad wegführten. Diese Spur brachte sie schließlich zu einem Tatverdächtigen im Treppenhaus eines Wohnhauses. Der 25-jährige deutsche Staatsangehörige wurde vorläufig festgenommen.
Gegen den Mann wird nun wegen des Einbruchs und vermutlich auch wegen des Fahrraddiebstahls ermittelt. Der Fall zeigt einmal mehr: Auch in Zeiten moderner Ermittlungsmethoden können klassische Spuren im Schnee entscheidend zur Aufklärung beitragen.