loading

Nachrichten werden geladen...

Blitzer-Bilanz 2025: Weniger Tempoverstöße an festen Anlagen – Stadt Dresden plant dritten Blitzeranhänger

Symbolbild Radarfalle / pixabay efes
Symbolbild Radarfalle / pixabay efes

Dresden zieht Bilanz: 2025 wurden rund 185.000 Tempoverstöße registriert. Stationäre Blitzer zeigen Wirkung, mobile Kontrollen nehmen zu. Ein dritter Blitzeranhänger ist geplant.

Die Stadt Dresden zieht eine gemischte Bilanz zur Geschwindigkeitsüberwachung im Jahr 2025: Während die Zahl der Verstöße an stationären Blitzern leicht zurückging, stiegen die Zahlen bei mobilen Kontrollen deutlich an. Insgesamt wurden rund 185.000 Geschwindigkeitsüberschreitungen registriert – ein Plus gegenüber dem Vorjahr.

Weniger Verstöße an festen Blitzern

Die stationären Messanlagen im Stadtgebiet erfassten 2025 insgesamt 76.980 Verstöße – rund 5,5 Prozent weniger als im Vorjahr (2024: 81.886). Besonders häufig löste die Anlage an der Güntzstraße aus (ca. 14.000 Mal), gefolgt von der Waldschlößchenbrücke stadteinwärts (9.579) und der Pillnitzer Landstraße (5.520). Der Rückgang zeigt: Dauerhafte Kontrollen wirken und erhöhen die Verkehrssicherheit.

Mobile Kontrollen deutlich ausgeweitet

Die mobilen Messfahrzeuge des Ordnungsamts stellten 2025 insgesamt 61.131 Verstöße fest – ein Anstieg um 44 Prozent gegenüber 2024 (42.371). Grund dafür ist eine gezielte Ausweitung der Einsätze an wechselnden Gefahrenstellen im gesamten Stadtgebiet.

Blitzeranhänger: Sichtbare Präsenz zeigt Wirkung

Die beiden teilstationären Blitzeranhänger registrierten 46.983 Verstöße. Sie werden regelmäßig versetzt und kommen vor allem an sensiblen Orten wie Schulen, Pflegeeinrichtungen oder stark befahrenen Straßen zum Einsatz. Aufgrund der positiven Erfahrungen plant die Stadt, ab dem zweiten Quartal 2026 einen dritten Blitzeranhänger anzumieten. Neue stationäre Anlagen sind derzeit nicht vorgesehen.

Extreme Tempoverstöße bleiben gefährlich

Einzelne Fälle zeigen, wie riskant überhöhte Geschwindigkeit sein kann:

  • Im April wurde ein Auto im Tunnel Wiener Platz mit 137 km/h bei erlaubten 50 km/h gemessen.
  • Im Oktober fuhr ein Fahrzeug auf dem Terrassenufer 94 km/h statt der erlaubten 30.
  • Im Juni raste ein Pkw am Käthe-Kollwitz-Ufer mit 92 km/h an einem Pflegeheim vorbei.
  • Im Dezember wurde ein Fahrer nach einem Unfall mit Fahrerflucht mit 104 km/h in einer 30er-Zone gestellt.

Solche Fälle verdeutlichen das hohe Risiko für alle Verkehrsteilnehmenden – insbesondere für Fußgänger und Radfahrende.

Einnahmen fließen in den städtischen Haushalt

Die Stadt Dresden nahm 2025 rund 9,65 Millionen Euro durch Verstöße im fließenden Verkehr ein – ein leichter Anstieg gegenüber 2024 (9 Millionen Euro). Die Mittel fließen in den kommunalen Haushalt und werden für städtische Aufgaben verwendet.

Fazit: Kontrollen zeigen Wirkung

Die Zahlen belegen: Sichtbare und gezielte Geschwindigkeitskontrollen wirken präventiv und helfen, schwere Unfälle zu vermeiden. Die Stadt setzt auch 2026 auf flexible und wirksame Maßnahmen, um die Sicherheit im Straßenverkehr weiter zu erhöhen.

Unterstützt von:

DieSachsen.de