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Veröffentlicht mit publizer in Sachsen

Weihnachten im Schuhkarton

Manuela Neubert zog 1999 mit ihrem Mann Tino nach Dresden, war schwanger, hatte Zeit und suchte nach einer schönen Aufgabe. Sie erfuhr von d


Manuela Neubert zog 1999 mit ihrem Mann Tino nach Dresden, war schwanger, hatte Zeit und suchte nach einer schönen Aufgabe. Sie erfuhr von der Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ des christlichen Werks „Geschenke der Hoffnung“ e. V. Sie packte zwei Päckchen und musste zu einer Sammelstelle bis nach Chemnitz fahren. „Da überlegten wir uns, auch in Dresden eine solche Sammelstelle zu eröffnen“, erzählt Manuela Neubert. Bis zum 15. November jeden Jahres können Päckchen in Sammelstellen abgegeben werden. „Im ersten Jahr hatten wir am Ende 762 Päckchen zusammenbekommen“, erinnert sie sich. Inzwischen gibt es 60 Annahmestellen in Dresden. 2016 schickte Familie Neubert gemeinsam mit zahlreichen Helfern 3.093 Päckchen auf die Reise, meist nach Osteuropa, in Richtung Weißrussland. Als Eva-Maria Ganze in Rente ging, war auch sie auf der Suche nach einer sinnvollen Beschäftigung. „Ich habe schon immer gern gestrickt und suchte einen Strickzirkel“, erzählt die ehemalige Physiotherapeutin und Laienschauspielerin der Bürgerbühne. Der Zufall führte sie mit Manuela Neubert zusammen. „In jedem Weihnachtskarton sollte ein Kuscheltier sein, etwasfür das Herz“, so die 75-Jährige. In ihrer Jugend strickte sie gern Teddybären für sich, jetzt für die Weihnachtsaktion. Pro Saison kommen rund 100 Teddys zusammen. „Ich habe noch weitere Strickerinnen um mich herum, denen ich an dieser Stelle ein großes Dankeschön sagen möchte. Sie fertigen kleine Figuren, Schals und Mützen. Doch die Teddys von Frau Ganze sind einmalig“, so Manuela Neubert. Gern nimmt sie Wollspenden für diese Handarbeiten entgegen.Die Päckchen erfreuen Kinder, die in Armut leben. Dahinter steckt mehr als nur ein Geschenk für den Augenblick. Der Verein ar- beitet mit Partnern vor Ort zusammen, meist mit Kirchen oder sozialen Einrichtungen. Oft  sind diese Päckchen Türöffner, um mit den Familien in Kontakt zu kommen und darüber hinauspersönliche Beziehungen aufzubauen. Dabei erfahren sie mehr von der christlichen Weihnachtsgeschichte. „Vielfach schöpfen die Kinder daraus Hoffnung, erleben, dass sie geliebt werden, so wie sie sind“, erzählt Manuela Neubert. So manche Kinder motiviert das beim Lernen und für die Zukun . Neben neuer Kleidung sind Spielsachen, Hygieneartikel sowie Süßes für die Päckchen geeignet. Ausführlich wird auf www.geschenke-der-hoffnung.org/pro- jekte/weihnachten-im-schuhkarton/ über die Aktion informiert.