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Ukrainisches Zentrum in Dresden: Stärkung der Ukrainehilfe

Von: Cornelius de Haas
Das neue Ukrainische Zentrum in Dresden fördert die Integration von geflüchteten Ukrainern in Ausbildung, Arbeit und Gesellschaft.

Das Projekt „Ukrainisches Zentrum“ in Dresden nimmt Formen an, um die Integration von ukrainischen Geflüchteten zu stärken. Mit Unterstützung des Ausländerrats Dresden e. V. und der Plattform Dresden e. V. wurde eine tragfähige Lösung entwickelt, die es dem Integrationszentrum ermöglicht, seine Arbeit aufzunehmen. Der Stadtrat hat dafür jährliche Fördermittel in Höhe von bis zu 100.000 Euro bereitgestellt.

Das Budget für das Ukrainische Zentrum wird gleichmäßig zwischen den beiden Vereinen aufgeteilt: Der Ausländerrat Dresden e. V. beantragt 50.000 Euro, während der Rest vorbehaltlich einer Haushaltssperre für 2026 an die Plattform Dresden e. V. fließt. Beide Partner werden einen überarbeiteten Kosten- und Finanzierungsplan beim Sozialamt einreichen, und der Bewilligungsbescheid wird für November erwartet.

Im Rahmen dieser Kooperation verfolgen beide Organisationen das gemeinsame Ziel, die Integration ukrainischer Schutzsuchender in Dresden zu erleichtern. Das Projekt wird als Lotsenfunktion für Geflüchtete fungieren, mit dem Fokus auf Koordinierung und Integrationsarbeit. Die Koordinierungsstelle, die der Ausländerrat bis Ende 2026 betreibt, wird spezifische Anliegen der ukrainischen Ratsuchenden berücksichtigen und ihnen den Zugang zu existierenden Regeldiensten erleichtern.

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Die Anlaufstelle des Plattform Dresden e. V. wird aktiv Maßnahmen zur sozialen und gesellschaftlichen Integration der ukrainischen Kriegsgeflüchteten umsetzen, um die Eingliederung in die Stadtgesellschaft zu fördern. Nach dem Ende des Projekts wird ab 2027 die Migrationssozialarbeit Anlaufstellen für erwachsene Zugewanderte bieten, um deren Integration langfristig zu unterstützen.

In Dresden leben derzeit etwa 10.000 Ukrainer, darunter rund 8.100 Schutzsuchende, die seit dem 24. Februar 2022 aufgrund des russischen Angriffskriegs geflüchtet sind. Die Stadt Dresden hat von Beginn an den Zugang zum Arbeitsmarkt und zu sozialen Institutionen für diese Menschen sichergestellt. Die verschiedenen Angebote von Jobcentern, Schulen und Vereinen sollen maßgeblich zur erfolgreichen Integration beitragen.

Cornelius de Haas
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Cornelius de Haas

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