Der Hydrologe und Dürre-Experte Andreas Marx vom Leipziger Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung fordert ein flächendeckendes Monitoring zur Nutzung von Grund- und Oberflächenwasser. Angesichts trockener Böden und niedriger Grundwasserspiegel ist der Forscher der Meinung, dass «wir in Deutschland endlich ein Monitoring davon haben sollten, wer zu welchem Zeitpunkt wie viel Wasser aus dem Boden entnimmt, aus dem Grundwasser, aber auch aus Oberflächengewässern».
Marx leitet den Deutschen Dürremonitor, eine täglich aktualisierte Deutschlandkarte mit Daten und Modellrechnungen zum Bodenfeuchtezustand. «Wir haben eben die Situation, dass wir in den meisten Regionen in Deutschland und auch von den meisten Industriebetrieben, die Wasserrechte haben, nicht genau wissen, wie viel Wasser sie zu welchem Zeitpunkt entnehmen», erklärt der Hydrologe. In der Vergangenheit sei das schlicht nie notwendig gewesen. Bereits in ihrer nationalen Wasserstrategie formulierte die Bundesregierung dies 2023 aber als eines ihrer Leitbilder.