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IG Metall fordert Kehrtwende für Zukunft der Auto-Industrie

IG Metall fordert Kehrtwende für Zukunft der Auto-Industrie
Am bundesweiten Aktionstag der IG Metall demonstrieren Beschäftige vor dem VW-Motorenwerk in Chemnitz. / Foto: Hendrik Schmidt/dpa
Die deutsche Auto-Industrie steckt in der Krise. Nun müssten die Beschäftigten für die Fehler der Manager bezahlen, kritisiert die IG Metall. Sie fordert eine Kehrtwende.

Der Chef des IG Metall-Bezirks Berlin-Brandenburg-Sachsen, Jan Otto, hat den Chefs der deutschen Auto-Industrie schwere Fehler vorgeworfen. «Jahrelang haben die Manager die Trends in der E-Mobilität, Digitalisierung und Batterietechnik verschlafen», kritisierte er bei einer Kundgebung vor dem Motorenwerk von Volkswagen in Chemnitz. «Jetzt wollen sie ihre Belegschaften dafür bezahlen lassen. Das lassen wir nicht zu.» 

Es seien schon Zehntausende Arbeitsplätze vernichtet worden, betonte Otto nach Gewerkschaftsangaben. «Wir fordern von Arbeitgebern und Politik eine Kehrtwende für eine Zukunft der Auto-Industrie.» Dazu brauche es Investitionen in die Zukunft, Innovationen und Qualifizierung. «Es muss Schluss sein mit Kahlschlag, Standortschließungen und Verlagerungen.» 

Tausende Menschen zu Großkundgebung in Zwickau erwartet 

Die Gewerkschaft IG Metall hat am Montag bundesweit zu Aktionen unter dem Motto «Zukunft statt Kahlschlag - Zusammenhalt ist unsere stärkste Marke» aufgerufen. Dazu zählen interne Betriebsversammlungen in Unternehmen, aktive Mittagspausen, Sternmärsche und öffentliche Kundgebungen. Die Gewerkschaft erwartet, dass sich mehr als 100.000 Menschen beteiligen. 

Dazu ist am Nachmittag auch eine Großkundgebung im Stadtzentrum von Zwickau geplant, zu der laut IG Metall mehrere Tausend Menschen erwartet werden. Hintergrund ist, dass die Zukunft der dortigen Autofabrik von VW mit rund 8.000 Beschäftigten unklar ist. Nicht nur viele Mitarbeiter des Fahrzeugwerks selbst, sondern auch zahlreiche Beschäftigte von Zulieferfirmen in der Region bangen deswegen um ihre Jobs.

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