Unter dem Slogan «Neue Schule braucht das Land» hat die Linksfraktion im Sächsischen Landtag ein Bildungspaket vorgelegt. «Die Erfahrungen der letzten Monate und Jahre haben den akuten Handlungsbedarf im Bildungsbereich aufgezeigt, nicht nur bei der Bewältigung der Corona-Krise, sondern ganz grundsätzlich», begründete die Partei am Donnerstag ihre Initiative, die aus fünf Anträgen im Parlament besteht.
«Wir finden, dass gerade jetzt die Chance besteht, über echte Perspektiven für eine neue Schulkultur zu sprechen, weil die Pandemie sehr deutlich gezeigt hat, woran es unserem Bildungssystem mangelt und was darüber hinaus ganz gewaltig schiefläuft», erklärte die Abgeordnete Luise Neuhaus-Wartenberg. Einerseits gelte es Lernrückstände zu bewältigen. Parallel dazu sollten aber auch Voraussetzungen einer neuen Lehr- und Lernkultur diskutiert werden.
«Schule ist keine Rennstrecke: Verstehen braucht Zeit, ebenso Muße, Umwege, Freiräume für Versuch und Irrtum, fürs Ausprobieren. Lernen verträgt sich schlecht mit der Stoppuhr», betonte die Politikerin. Schule und Unterricht könnten und müssten sich wandeln, unter anderem durch neue und kommunikative Lehr- und Lernpraktiken, durch Selbstorganisation und Eigenmotivation, durch Behandlung relevanter Themen in verschiedenen Unterrichtsfächern und Altersstufen.