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Fast 10.000 ukrainische Kinder an Sachsens Schulen

Medizinische Masken und Schultaschen hängen in einer Schulgarderobe. / Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild
Medizinische Masken und Schultaschen hängen in einer Schulgarderobe. / Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild

Die Zahl der ukrainischen Kinder und Jugendlichen an Sachsens Schulen ist inzwischen fast fünfstellig. Für die Schulen eine Herausforderung - für die sie zusätzliches Personal suchen.

Im zu Ende gehenden Schuljahr sind fast 10.000 ukrainische Kinder und Jugendliche an Sachsens Schulen aufgenommen worden. Rund 9000 seien an staatlichen Schulen angemeldet worden, weitere 600 an freien Schulen, teilte das Kultusministerium mit. Mit weiteren Anmeldungen werde gerechnet.

Nach den Sommerferien solle der Unterricht einheitlicher werden als bisher. Hauptaufgabe sei dann das Erlernen der deutschen Sprache. Unterricht auf Ukrainisch solle es nur noch ergänzend geben. Nach wie vor werden dringend Lehrkräfte gesucht.

Die vielen Tausend zusätzlichen Schülerinnen und Schüler seien «eine Be- und Überlastung für das Bildungssystem», teilte das Ministerium mit. «Wir haben ohnehin mit dem Lehrermangel zu kämpfen. Die zusätzlichen Schüler bringen das System an die Grenze und darüber hinaus», erklärte eine Sprecherin. Der sächsische Lehrerverband forderte unlängst Sofortmaßnahmen zur Entlastung der Lehrkräfte.

Um den Unterricht für die ukrainischen Kinder und Jugendlichen im nächsten Schuljahr wie geplant gestalten zu können, sucht Sachsen nach wie vor Lehrkräfte. Das Spektrum für potenzielle Bewerber ist dabei groß: Lehrer im Ruhestand, beurlaubte Lehrkräfte, Absolventen der Lehramtsstudiengänge, die eine gewisse Zeit überbrücken wollen - sie alle könnten befristet eingestellt werden. Auch Quereinsteiger mit einem anderen Hochschulabschluss könnten sich bewerben.

Im bundesweiten Vergleich liegt Sachsen bei der Zahl der aufgenommenen Schülerinnen und Schüler im Mittelfeld. Die meisten Kinder und Jugendlichen aus der Ukraine sind in Bayern (knapp 27.000) und Nordrhein-Westfalen (knapp 25.000) angemeldet worden. Deutschlandweit waren es Anfang Juli laut einer Übersicht der Kultusministerkonferenz rund 146.000.

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