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6G-Netz: TU Dresden forscht an der Zukunft des Mobilfunks

Die Unterstützung von Start-ups wie bitteiler, hier mit VR-Anwendung, ist ein Ziel des Forschungsprojekts „6G-life²“. © TUD/Sebastian Weingart
Die Unterstützung von Start-ups wie bitteiler, hier mit VR-Anwendung, ist ein Ziel des Forschungsprojekts „6G-life²“. © TUD/Sebastian Weingart

Die TU Dresden und TU München forschen an der sechsten Mobilfunkgeneration. 6G soll Menschen mit Maschinen verbinden. Der Start ist für 2030 geplant.

Ein Roboter unterstützt eine pflegebedürftige Person im Alltag. Ein Arzt führt eine Operation aus der Ferne durch, während sich die Patientin oder der Patient in einem Krankenhaus der eigenen Heimatstadt befindet. Was heute noch nach Science-Fiction klingt, könnte in wenigen Jahren Realität werden. Daran arbeiten die Technische Universität Dresden und die Technische Universität München gemeinsam. Grundlage dieser Entwicklungen ist 6G – die sechste Generation des Mobilfunks.

Das Bundesforschungsministerium unterstützt das Projekt „6G-life²" mit 25 Millionen Euro über vier Jahre. Eine erste Projektphase hatte bereits 2021 begonnen und erste Grundlagen gelegt. Die Forschenden wollen Technologien entwickeln, die den Menschen in den Mittelpunkt stellen. „Die Infrastruktur der Zukunft muss nicht nur leistungsfähig und zuverlässig, sondern vor allem sicher, nachhaltig, flexibel und letztendlich auch kostengünstig umsetzbar sein", sagt Wolfgang Kellerer, Professor an der TU München. Gemeinsam mit der TU Dresden würden die notwendigen Konzepte und Technologien entwickelt.

Schnelle Berechnungen und virtuelle Fabriken

Während beim heutigen 5G-Standard vor allem Maschinen miteinander kommunizieren, soll 6G die Verbindung zwischen Mensch und Maschine verbessern. Die Dresdner und Münchner Forschenden konzentrieren sich dabei besonders auf die vernetzte Robotik. Damit Anwendungen in Echtzeit funktionieren, also ohne zeitliche Verzögerung, arbeiten sie an energiesparenden und schnellen Berechnungsmethoden. Sie entwickeln auch virtuelle Abbilder von Fabriken, das sogenannte industrielle Metaversum.

Ein Demonstrator soll zeigen, ob die entwickelten Technologien zuverlässig arbeiten. Der kommerzielle Start von 6G wird für 2030 erwartet. Die aktuelle Projektphase läuft bis Dezember 2029.

Position Deutschlands stärken

„Dass die Bundesregierung die Bedeutung technologischer Souveränität für Wohlstand und gesellschaftliche Resilienz so klar hervorhebt, bestärkt unseren Anspruch für die kommenden Förderperiode", sagt Frank Fitzek, Professor an der TU Dresden. Man werde Spitzenforschung noch schneller in Innovationen überführen.

Ein wichtiger Teil des Projekts ist die Förderung von Start-ups. In Dresden wurde bereits ein Inkubator eingerichtet, der junge Unternehmen unterstützt. Die Forschenden wollen damit die technologische Eigenständigkeit Deutschlands stärken – besonders gegenüber asiatischen Unternehmen, die in der Telekommunikation dominieren.

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