Die Spargelbauern in Sachsen stehen in den Startlöchern und hoffen auf sonniges Wetter in den kommenden Tagen. «Davon hängt es auch ab, ob wir zu Ostern den ersten Spargel haben», sagte René Heidig, Chef der Agrar GbR Naundörfel im Landkreis Meißen. Sei das Wetter kühl und regnerisch, müssten sich Spargelfans noch etwas gedulden. 18 bis 20 Grad sind in der Regel optimal, damit die Pflanze kontinuierlich wächst und eine gute Qualität erhält. Um die Erwärmung der Spargeldämme und damit die Erntemenge zu steuern, wird die rund zehn Hektar große Anbaufläche der Firma mit Folie abgedeckt. «Wenn die Sonne scheint, wird es zwischen Tunnelfolie und Spargeldamm schon einmal bis zu 30 Grad warm», erklärte Heidig. Dafür müsse aber die Sonne scheinen.
Derzeit seien die Landwirte dabei, die letzten Flächen mit spezieller Folie abzudecken - in den kommenden Tagen sollen die Arbeiten beendet sein. Bereits seit Ende Februar sind Heidig und seine Helfer damit beschäftigt, Dämme zu errichten und zu bedecken. «Da wir im Elbtal sandigen Boden haben, hatten wir auch keine Probleme mit Staunässe wie in anderen Regionen», sagte Heidig. Die Folie wird jedes Jahr nach der Saison aufgerollt, im Dunkeln gelagert und im Frühjahr Bahn für Bahn wieder ausgerollt. «Mehr als 20 Jahre lässt sich die Folie damit verwenden.»