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Veröffentlicht mit publizer in Sachsen

Sachsendreier im Block: «Philatelie-Kronjuwel» im Angebot

Historische Briefmarken erzielen zuweilen Höchstpreise bei Auktionen. Raritäten lassen die Herzen von Sammlern höherschlagen - auch ein Unikat aus Sachsen ist hoch dotiert.

Mit dem Viererblock einer berühmten sächsischen Briefmarke kommt am 24. April in Wiesbaden eine Besonderheit unter den Hammer. «Sachsen 3 Pfennig rot» ist die einzige bekannte Einheit ihrer Art und gilt bei Sammlern als «Kronjuwel der klassischen Philatelie», wie das Briefmarkenauktionshaus Heinrich Köhler ankündigte. Das Unikat stammt aus der Sammlung von Ex-Tengelmann-Chef Erivan Haub, die seit 2019 versteigert wird.

Vom sogenannten Sachsendreier sind gestempelte größere Einheiten als Paare sehr selten, sagte der Geschäftsführer des Auktionshauses, Dieter Michelson. Nach seinen Angaben gibt es nur neun Dreier-Streifen mit drei zusammenhängenden Marken, einen Vierer-Streifen und den zu versteigernden Vierer-Block. «Die meisten der Stücke wurden zwischen dem 5. und 14. August 1850 in Chemnitz verwendet, auch der Vierer-Block.»

Der «Sachsendreier» war die zweite Briefmarke auf deutschem Boden nach dem Bayern-Einser und wurde am 1. Juli 1850 ausgegeben, berichtet Michelson. Er geht davon aus, dass auch der zu versteigernde Viererblock zur Frankatur schwerer Kataloge der Samenhandlung Hahn & Sohn Chemnitz benutzt wurde. Erst nach über 100 Jahren tauchte er wieder auf: 1958 bei einer Auktion in Dublin (Irland). «Da war die Marke schon sehr berühmt.»

Je nach Erhaltungszustand kann eine einzelne «Sachsen 3 Pfennig rot» laut Michelson 1000 bis 2000 Euro bringen. Das Startgebot für den Vierer liegt bei 100 000 Euro. «In der über 170 Jahre langen Geschichte des Stückes ist es nun nach dem Verkauf am Postschalter erst die dritte Möglichkeit, den Vierer-Block öffentlich zu erwerben.»

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

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