Zu nass und zu warm: Im Elbtal zwischen Dresden-Pillnitz und Diesbar-Seußlitz bleiben die Trauben diesmal länger an den Rebstöcken als in den Vorjahren. Der Weinbauverband Sachsen geht davon aus, dass ab dem 8. September der Goldriesling geerntet wird und die Hauptlese dann am 20. September beginnt.
Das Staatsweingut Schloss Wackerbarth in Radebeul will Ende August/Anfang September mit den frühen Rebsorten wie Solaris für den Federweißer loslegen, die Vorbereitungen auf die Weinlese liefen auf Hochtouren, sagte Sprecher Martin Junge. Im September dann sollen Frühburgunder und Goldriesling gelesen werden.
Der Wechsel von nass und warm sowie Witterungsextreme mit lokalem Hagel in der Region hätten die Winzer in der Bewirtschaftung anders gefordert als in den heißen und trockenen Jahren zuvor, sagte Junge. Auf einen schneereichen Winter folgten Ende April Spätfröste, und im Juni und Juli «konnten wir sprichwörtlich zuschauen, wie die Triebe unserer Reben im Eiltempo jeden Tag um zehn Zentimeter gewachsen sind». Eine Prognose zu Quantität und Qualität wagte Junge nicht.