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Lage «hochproblematisch»: Keine Erholung für Sachsens Wälder

Wald ragt aus einer Nebelschicht heraus. / Foto: Matthias Bein/dpa-Zentralbild/dpa/Bildarchiv
Wald ragt aus einer Nebelschicht heraus. / Foto: Matthias Bein/dpa-Zentralbild/dpa/Bildarchiv

Trotz geringfügig besserer Werte ist die Lage in Sachsens Wäldern nach Worten von Forstminister Wolfram Günther (Grüne) weiterhin hochproblematisch. Man könne keinesfalls von Erholung sprechen, da die Waldschäden deutlich über dem Schnitt der vergangenen Jahrzehnte lagen, sagte der Minister am Montag bei der Vorstellung des diesjährigen Waldzustandsberichts. Als wesentlichste Ursache der schweren Waldschäden machte Günther den Klimawandel fest.

Rund ein Drittel der Bäume (31 Prozent) sind den Angaben nach in diesem Jahr deutlich geschädigt. Schuld daran sei vor allem der immer noch sehr hohe Befall durch Borkenkäfer und andere Schädlinge. Keine Schäden zu erkennen gewesen seien hingegen bei gut einem Viertel (24 Prozent) der Bäume.

«Der Problembaum ist nach wie vor die Fichte», sagte Forstminister Günther. Die Dürre der vorangegangenen Jahre habe den Flachwurzlern zugesetzt und wirke nun nach. Die dadurch geschwächten Bäume seien in der Folge nur schwer dazu in der Lage, sich gegen den Befall von Borkenkäfern zu wehren. Besonders wenige Exemplare ohne erkennbare Schäden gab es zudem bei den Kiefern (14 Prozent) und Eichen (3 Prozent).

Um die Trendwende beim Zustand der sächsischen Wälder zu schaffen, müsse laut Günther weiter der Waldumbau vorangetrieben werden. «Sachsens Wald der Zukunft besteht aus klimastabilen, artenreichen und strukturreichen Mischwäldern», sagte der Minister. Für den Umbau von Privat- und Körperschaftswäldern stünden Fördermittel bereit. Auch dort gäbe es ein klares Problembewusstsein, die Zahl der Fördermittelanträge sei im Vergleich zu vorangegangenen Förderperioden deutlich nach oben gegangen.

Der Freistaat pflanzte auf einer Netto-Waldumbaufläche von 1335 Hektar in diesem Jahr rund sechs Millionen Bäume, darunter vor allem Rotbuchen, Stieleichen und Weißtannen. Auf weiteren 175 Hektar wurde Saat ausgebracht.

Für den Waldzustandsbericht begutachtete der Freistaat insgesamt 6720 Bäume. Dabei wird unter anderem auf Merkmale wie den Nadel- und Blattverlust geschaut. Der lag in diesem Jahr im Schnitt bei 25,1 Prozent (2020: 26,1 Prozent). Die Bäume trugen also im Erhebungszeitraum um ein Viertel weniger Laub oder Nadeln als gesunde Bäume.

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