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Infineon will eine neue 300-mm-Fabrik in Dresden bauen

Infineon (Skizze)
Infineon (Skizze)

Der Chiphersteller Infineon will in Dresden eine neue moderne 300-mm-Fabrik bauen und bis zu 1.000 neue Mitarbeitende einstellen.

Infineon Technologies investiert rund 5 Milliarden Euro in die Zukunft der europäischen Halbleiterfertigung. Dies ist nach eigenen Angaben die größte Einzelinvestition in der Geschichte des Unternehmens. Mit entsprechenden öffentlichen Mitteln werden so bis zu 1.000 neue Arbeitsplätze geschaffen.

"Dekarbonisierung und Digitalisierung führen zu einer strukturell steigenden Nachfrage nach Halbleitern. Infineon wird dank seiner strategischen Positionierung überproportional von dieser Entwicklung profitieren. Diese Dynamik hat sich weiter beschleunigt, deshalb ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um ein noch ambitionierteres Zielbetriebsmodell zu definieren", sagt Jochen Hanebeck, Vorstandsvorsitzender von Infineon. "Außerdem werden wir durch die geplante Investition in eine neue Fabrik, die konsequente Umsetzung unserer Strategie erweitern und verbreitern die Basis für unser beschleunigtes profitables Wachstum. Wir haben das Geschäftsjahr 2022 mit einem hervorragenden vierten Quartal sehr abgeschlossen. Das Geschäftsjahr 2023 ist ebenfalls gut angelaufen. In Anbetracht der anhaltenden makroökonomischen und geopolitischen Unsicherheiten ist in den kommenden Quartalen erhöhte Wachsamkeit geboten. Wir sind bereit, bei Bedarf schnell und flexibel zu handeln."

Infineon sieht in seinen Zielmärkten Automotive, Industrie und IoT-Anwendungen sowie erneuerbare Energien eine zunehmende Dynamik und starke strukturelle Treiber. Das Unternehmen entwickelt daher sein Geschäftsmodell weiter und will zukünftig auch auf Basis des Wechselkurses von 1,00 US-Dollar zum Euro die erwartete durchschnittliche Umsatzwachstumsrate auf mehr als 10 Prozent steigern.

Digitalisierung und Skaleneffekten unterproportional zum Umsatz

Das geplante Wachstum von Infineon ist vor allem auf die Entwicklung der Elektromobilität, dem autonomen Fahren, der erneuerbaren Energien und die wachsende Anzahl an Rechenzentren zurückzuführen.

Mit der in Dresden geplanten 300 mm Fabrik kann Infineon wesentlich günstiger produzieren und damit langfristig bessere Margen erzielen, was den Standort wiederum konkurrenzfähiger machen soll. Die höheren Margen ergeben sich, weil die Kosten pro Stück nicht im gleichen Verhältnis steigen, wie der Umsatz wächst.

Mit einer geplanten Gesamtinvestition von 5 Milliarden Euro wäre dies die größte Einzelinvestition in der Geschichte von Infineon. Damit würde das Unternehmen seine Position als weltweit führender Halbleiterhersteller für Stromversorgungssysteme weiter ausbauen. Bei voller Auslastung hätte die geplante Fabrik das Potenzial, einen Jahresumsatz in Höhe der Investition zu erwirtschaften.

Bis zu tausend neue Arbeitsplätze

Die neue Fabrik wird voraussichtlich bis zu 1.000 neue hochqualifizierte Arbeitsplätze schaffen und könnte nach der Planung im Herbst 2026 die Produktion aufnehmen.

Die Investition von Infineon in Höhe von rund 5 Milliarden Euro soll auch die Zukunft der europäischen Chip-Produktion sicherstellen und wird mit öffentlichen EU-Geldern gefördert. Die genaue Höhe ist nicht bekannt.

Quelle: Infineon


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