Die Bundesregierung sieht trotz des negativen Bürgerentscheids in Mehring im Landkreis Altötting gegen einen Teil des geplanten Windparks die Energieversorgung in der dortigen Industrieregion nach einem Medienbericht nicht gefährdet. «Die Versorgungssicherheit des bayerischen Chemie-Dreiecks ist aufgrund des europäischen Strommarkts und des europäischen Stromnetzverbundsystems von der Entwicklung dieses einzelnen Windparks Altötting nicht betroffen», heißt es in einem Bericht des Wirtschaftsministeriums an den Bundestagsausschuss für Klimaschutz und Energie, über den die «Augsburger Allgemeine» (Freitag) berichtet. Allerdings stellt das Ministerium auch klar, dass es bei dem Projekt selbst keinerlei Zuständigkeiten habe.
Das Nein der Bürger in der kleinen oberbayerischen Gemeinde Mehring zu den Windrädern auf ihrem Gemeindegebiet Ende Januar hatte hohe Wellen geschlagen. Im Altöttinger Forst laufen Planungen zu Bayerns größtem Windpark. Zehn von 40 Windrädern sollten auf Mehringer Gebiet stehen, das Investitionsvolumen liegt bei rund 400 Millionen Euro.