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Waldbrand nahe des Kurortes Oybin: Ort abgeriegelt

Ein Feuerwehrfahrzeug steht mit eingeschaltetem Blaulicht auf einer Straße. / Foto: Patrick Seeger/dpa/Symbolbild
Ein Feuerwehrfahrzeug steht mit eingeschaltetem Blaulicht auf einer Straße. / Foto: Patrick Seeger/dpa/Symbolbild

Dichte Rauchwolken nahe des sächsischen Kurortes Oybin, meterhoch schlagen die Flammen aus dem trockenen Wald: In dem bekannten Ferienort im Landkreis Görlitz ist am Freitagmorgen ein Waldbrand ausgebrochen. Erst am späten Nachmittag haben die mehr als 100 Einsatzkräfte den Brandherd gelöscht. Die Einsatzkräfte kamen zunächst durch das steile Gelände nicht an den Brandherd und mussten deswegen auf einen Löschhubschrauber warten.

Das Feuer war gegen 10.00 Uhr an einem Bahnübergang nahe des Bahnhofes gemeldet worden. «Der Wind hat die Flammen dann schnell weitergetragen und das trockene Nadelholz brennt wie Zunder», erläuterte Kreisbrandmeister Björn Mierisch. Schnell sei klar geworden, dass es sich um einen schwierigen und äußerst gefährlichen Einsatz handelt.

Das Gelände sei ähnlich unwegsam und felsig wie in Bad Schandau im Nationalpark Sächsische Schweiz, erklärte der Kreisbrandmeister. Dort sind wegen eines Großbrandes seit fast zwei Wochen Hunderte Einsatzkräfte im Dienst. Und so bringen erfahrene Bergsteiger Pumpen und Schläuche in das Waldbrandgebiet um Oybin, um eine Wasserversorgung aufzubauen. Stundenlang können die Einsatzkräfte in Oybin lediglich versuchen, das Feuer von den Seiten in Schach zu halten.

Am Nachmittag kam dann der Löschhubschrauber von der Polizei Thüringen. Er kann bis zu 400 Liter Wasser abwerfen. «Das war im allerletzten Moment. Der Wind frischte immer mehr auf und drohte die Flammen weiter zu verbreiten», sagte Mierisch.

Unterdessen wurde der Kurort am Vormittag abgeriegelt, sämtliche Zufahrtsstraßen von der Polizei gesperrt. Es kamen nur noch Anwohner und Urlauber herein, die bereits eine Unterkunft haben. «Wir brauchen hier keinen Feuertourismus», betonte Mierisch. Gefahr für die Bevölkerung bestand seinen Angaben zufolge aber nicht, weil der Wind die Flammen vom Ort wegtrieb.

Zwei Feuerwehrleute wurden bei dem Einsatz verletzt. «Einer mit Kreislaufproblemen aufgrund der großen Hitze und einer mit einer Rauchgasvergiftung», sagte Mathias Krause, Sprecher des Kreisfeuerwehrverbandes Görlitz.

Auch die Wasserversorgung für den Löscheinsatz war zu Beginn in Oybin ein Problem. «Wir haben halt keine Elbe vor der Haustür wie in Bad Schandau», sagte Mierisch. Aber die Kameraden aus dem benachbarten Tschechien hatten mit Löschfahrzeugen unterstützt.

Der Hubschrauber sollte noch bis in den Abend hinein das Brandgebiet großflächig bewässern, um ein Aufflackern des Feuers zu verhindern. Die Einsatzkräfte sollten aber im Gebiet bleiben und eine Feuerwache stellen. Die Sperrungen sollten für einen reibungslosen Ablauf zunächst noch aufrechterhalten bleiben.

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