Die BSW-Fraktion im Landtag kritisiert «gravierende Lücken in der Krisenvorsorge des Freistaats» und fordert schnelles und entschlossenes Gegensteuern. Eine Antwort des Innenministeriums auf die Anfrage des BSW-Abgeordneten Jens Hentschel-Thöricht offenbare Defizite, teilte die Fraktion mit.
Nach Auskunft des Innenministeriums gibt es derzeit keine öffentlichen Schutzräume in Sachsen. Es wird auf die Zuständigkeit des Bundes für den baulichen Zivilschutz verwiesen, der nach 1990 keine Schutzräume im Freistaat erhielt. Hentschel-Thöricht nennt den Zustand «alarmierend» und fordert ein eigenes Konzept. «Sachsen darf die Verantwortung für den Schutz seiner Bürger nicht einfach nach Berlin abschieben.»