Trotz erfolgreicher Gegenmaßnahmen und für Borkenkäfer ungünstiger Witterung gibt es keine Entwarnung für Sachsens Forst - aber Zeichen der Hoffnung. «Die Situation ist weiter äußerst angespannt, wir haben noch immer eine historisch hohe Population in den Wäldern», sagt Renke Coordes vom Staatsbetrieb Sachsenforst. Durch erfolgreiche Gegenmaßnahmen sei es in den vergangenen Monaten etwas besser geworden. Auch den Winter über werden weiter befallene Bäume saniert und aus dem Bestand geholt.
«Die starke Borkenkäferwelle, die sich seit 2017 aufgeschoben hat, haben wir gebrochen», sagt Coordes. «Es geht jetzt darum, dafür zu sorgen, dass die noch in Bäumen überwinternden Käfer bei wärmeren Temperaturen ab April nicht ausschwärmen können.» Mit «Argusaugen» schauen die Experten daher auf das aktuelle Wetter. «Schneebruch und Sturmschäden spielen dem Borkenkäfer in die Hände, da kann er sich im Frühjahr gut vermehren», sagt Coordes. «Bisher haben wir Glück mit Sturm und Schnee und hoffen, dass es so bleibt.»