Experten des Naturschutzbundes Nabu diskutieren ab Freitag in Leipzig drei Tage lang Themen rund ums Streuobst. Unter anderem fordern sie mehr Geld von Mostereien, die Mostobst von Streuobstwiesen verarbeiten. «Rund 25 Euro pro Doppelzentner sind erforderlich, um langfristig rentabel wirtschaften zu können», so Markus Rösler vom Bundesfachausschuss Streuobst. In extrem obstreichen Jahren waren teilweise nur 3,50 Euro je 100 Kilogramm geboten worden.
Streuobstwiesen gelten wegen ihrer Vielfalt an Pflanzen und Tieren als ökologisch besonders wertvoll. Insgesamt kommen auf diesen Flächen dem Nabu zufolge 3000 Obstsorten vor, die für mehr als 5000 Tier- und Pflanzenarten wertvollen Lebensraum bieten. Während auf den intensiv genutzten Obstplantagen Bäume mit niedrigen Stämmen stehen, sind auf den Streuobstwiesen Bäume mit hohen Stämmen zu finden.
An die sächsische Landesregierung appellieren die Nabu-Spezialisten, sie solle sich für eine bessere Förderung der Vermarktung von Streuobstprodukten stark machen. Möglich wäre das etwa durch Hilfen für Mostbetriebe.