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Veröffentlicht mit publizer in Sachsen

Dresdner B2B Startup erhält Millionen-Finanzierung für die Internationalisierung

Patrick Boden und Steffen Prasse revolutionieren mit seventhings die Kreislaufwirtschaft (Bild: seventhings)
Patrick Boden und Steffen Prasse revolutionieren mit seventhings die Kreislaufwirtschaft (Bild: seventhings)

Dresdner B2B Cloud-Startup für Inventarisierung sichert sich von namhaften Business Angels frisches Kapital für Wachstum in europäischen Kernmärkten.

Das B2B Startup seventhings (ehemal ITEXIA) aus Dresden sichert sich die Finanzierung von 3,5 Millionen Euro durch eine Reihe hochkarätiger Investoren. Die Software von seventhings inventarisiert Betriebs- und Produktionsmittel nachhaltig. Zu den Investoren und Business Angels gehören Größen der Branchen. Hierzu zählen Christoph Jentzsch (Ethereum Mitbegründer, corpus.ventures, slock.it), die Berliner Gruppe Saarbrücker21 (Investoren u.a. bei Auto1, home24, planetly, Billie), Oliver Manojloic (VP Sales bei Personio), Thomas Schmidt (ex-TomTom, be10x Capital), Julius Göllner (Ex-Zalando), Philipp Herkelmann (Partner bei Entrepreneur First), Alexander von Tschirnhaus (22 Capital) sowie Dr. Rigbert Fischer (Founder und CEO blueworld.group) die ebenfalls als Business Angels investieren. Außerdem beteiligt sich die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Sachsen (MBG). Die neuen Investoren bringen zusätzlich ihr Netzwerk sowie Know-how mit ein. So wird Oliver Manojloic von Personio zukünftig die Arbeit des Advisory Boards von seventhings unterstützen. „Die Verantwortung für Unternehmen, nachhaltig zu wirtschaften, ist schon sehr groß. Sie wird aber noch größer. Wer da bereits auf den smarten Inventarmanager von seventhings setzt und damit Prozesse digitalisiert und genau Bescheid weiß über das Bestandsvermögen, wird entscheidende Wettbewerbsvorteile haben. In fünf Jahren werden sich viele ärgern, diesen Schritt nicht gegangen zu sein. Ich bin überzeugt, dass seventhings zu einem elementaren Bestanteil moderner Unternehmensführung wird“, sagt Oliver Manojlovic.

Digitale Inventarisierung ist Eckpfeiler nachhaltiger und ökonomischer Unternehmensführung

Inventarisierung von Betriebs- und Produktionsmitteln ist kein Selbstzweck: Sie schafft die Voraussetzung für eine energie- und ressourcenschonende Kreislaufwirtschaft, in der repariert, weiterverkauft und recycelt wird, um Abfälle zu vermeiden. seventhings löst diese unternehmerische Herausforderung in Zeiten steigender Energie- und Rohstoffpreise sowie gestörter Lieferketten: Der Cloud-Anbieter für die digitale Inventarisierung bietet Unternehmen mit der gleichnamigen Inventar-Plattform seventhings eine cloudbasierte Bestandsverwaltungssoftware (Video) zur Erfassung und Verfolgung von z. B. Maschinen, IT-Equipment oder Mobiliar (Assets). Aktuell verwalten mehr als 300 Kunden rund 16 Millionen Inventare über die Plattform. Dazu zählen Unternehmen wie Carl Zeiss, Robert Bosch, Jungheinrich, Leica Camera, die Deutsche Börse, LVMH, Bertelsmann Gruppe, Migros (CH), die Zurich Insurance Group, oder Universitäten wie in Magdeburg, die Stadt Wolfsburg sowie eine Vielzahl von Startups und Mittelständlern wie Air up, Tier, Natsana oder taxdoo, die die weltweite Verwaltung ihres Inventars mit seventhings organisieren. Ziel für die nächsten Jahre ist es, mehr als 16 Milliarden Gegenstände über die Plattform zu verwalten.

Gegründet 2014 in Dresden ist das Softwareunternehmen bis 2020 organisch gewachsen. Aufgrund des sehr guten Marktfeedbacks von Kunden wurde schnell klar, wie groß das Produktpotenzial ist, wenn die Internationalisierungsaktivitäten intensiviert würden. Unterstützung erhielten die Gründer Steffen Prasse und Patrick Boden – beides erfahrene Sales- und Softwareexperten mit langjähriger, internationaler Konzernerfahrung – von privaten Investoren mit Expertise für SaaS-Geschäftsmodelle. „Experimente mit Prototypen liegen hinter uns. Wir haben unsere Inventar-Plattform erfolgreich am Markt etabliert, sind in kurzer Zeit stetig gewachsen und erwirtschaften heute bereits jährlich wachsende, wiederkehrende Umsätze. Um die nächsten Schritte unserer Unternehmensentwicklung zu beschleunigen, benötigen wir zum ersten Mal Venture Capital“, sagt Steffen Prasse, Co-Founder von seventhings.

„Siebensachen“-Software für eine global nachhaltige Kreislaufwirtschaft

Die erfolgreich abgeschlossene Finanzierungsrunde nutzt das Unternehmen außerdem für einen Rebrand. Nach rund sieben Jahren wird aus ITEXIA nun seventhings. Die Gründer schlagen damit ein neues Kapitel in der Unternehmensgeschichte auf. „Siebensachen stehen von jeher für einen überschaubaren Besitz. Allerdings verfügen Unternehmen über eine schier unübersehbare Anzahl von Gegenständen. Dieser Zustand erschwert die Organisation einer global nachhaltigen Kreislaufwirtschaft. Wir ändern das“, sagt Patrick Boden, Co-Founder von seventhings.

seventhings bietet aber mehr als die reine Erfassung von physischen Betriebs- und Produktionsmitteln. Mit der Inventar-Plattform erfüllen Unternehmen regulatorische Anforderungen der Finanzbuchhaltung, schaffen Transparenz über ihre Vermögenswerte sowie die Grundlage dafür, verantwortungsvoll und nachhaltig mit ihren Unternehmens-Assets umgehen zu können. „Für Unternehmen ist es oft schwierig, Inventargegenstände nach der Nutzung noch sinnstiftend weiterzugeben. Überall landen tonnenweise Gegenstände auf dem Müll, die eigentlich noch top in Schuss sind, aber entsorgt werden, weil der bürokratische Aufwand zu hoch ist“, erklärt Patrick Boden. Nach Bauabfällen waren Abfälle aus Produktion und Gewerbe im Jahr 2019 die bedeutendste Abfallgruppe. Sie erzeugen mit 12 Prozent rund 50 Mio. Tonnen Abfall jährlich. „Mit seventhings vereinfachen wir es für Unternehmen auf der ganzen Welt, Dinge in den Kreislauf zurückzuführen, statt sie zu entsorgen“, sagt Patrick Boden.