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Ehemaliger Eisschnelllauf-Erfolgstrainer Ernst Luding tot

Der ehemalige Weltklasse-Eisschnelllauftrainer Ernst Luding ist tot. Wie seine Ehefrau Christa Luding bestätigte, erlag der 79-Jährige bereits am Donnerstag einer kurzen schweren Krankheit. «Er ist daheim friedlich eingeschlafen», sagte die zweimalige Eisschnelllauf-Olympiasiegerin. Ernst Luding hinterlässt zwei erwachsene Töchter (aus erster Ehe) und zwei Söhne (mit Christa Luding) sowie fünf Enkel und drei Urenkel.

Der gebürtige Dresdner war zu DDR-Zeiten selbst als Eishockeyspieler in der Oberliga und ab 1966 als Trainer aktiv. Als die DDR-Sportführung 1970 den Eishockeysport an den meisten Standorten dicht machte, wechselte der gelernte Flugzeugmechaniker und diplomierte Trainer die Sportart und baute gemeinsam mit seinem Trainerkollegen Rainer Mund beim damaligen SC Einheit Dresden eine Eisschnelllauf-Sektion auf. Ernst Luding widmete sich vorranging dem Sprint und führte mit Christa Rothenburger, die 1988 seine Ehefrau wurde, eine Ausnahmeathletin in die Weltspitze.

Unter seinen Fittichen holte die heute 62-Jährige nicht nur zweimal Olympia-Gold, sondern stellte 1988 einen olympischen Rekord für die Ewigkeit auf. Als erste Frau der Welt gewann sie im gleichen Jahr Medaillen bei Sommer- und Winterspielen. Zunächst erkämpfte sie sich in Calgary Gold im 1000-Meter-Eisschnelllauf-Rennen, wenige Monate später sicherte sich die damals 28-Jährige in Seoul Silber im Radsprint. Mit Skadi Walter brachte Ernst Luding eine weitere Sprinterin in die Weltspitze, die bei den Olympischen Spielen 1984 Platz fünf über 500 Meter belegte.

Als Christa Luding ihre einzigartige Karriere mit Olympia-Bronze 1992 beendete, sah auch ihr Ehemann und Trainer keine Perspektive in seinem Job mehr. Gemeinsam mit seiner Frau baute er in Dresden ein Fuhrunternehmen auf, das er bis zum Beginn seiner Krankheit in diesem Winter auch noch immer leitete. Zu seinem 70. Geburtstag hatte er gesagt: «Ich brauche den Stress, da bleibt man geistig rege.»

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