Ein letztes Mal - auf dem Papier - zweitklassig: Mit der Thüringen-Rundfahrt beginnt am Dienstag das einzige deutsche Etappenrennen. Der Frauen-Radsport boomt wie nie zuvor und deshalb planen die Organisatoren des Rennens mit dem Aufstieg in die Premium-Kategorie World Tour im nächsten Jahr den großen Wurf. Mit bewährtem Konzept und neuen Favoritinnen geht es zuvor in Schleiz in die 35. Auflage.
Ohne Titelverteidigerin: Alexandra Manly hat die Rundfahrt im vergangenen Jahr dominiert. Die Australierin gewann vier der sechs Etappen und sicherte sich damit folglich den Gesamtsieg. In diesem Jahr ist die 27-Jährige nicht gemeldet, dafür sind in der Polin Marta Lach und der Niederländerin Femke Gerritse die von Manly auf die Plätze zwei und drei verwiesenen Fahrerinnen dabei. Aus deutscher Sicht schaut alles auf Ricarda Bauernfeind. Das Top-Talent war im Vorjahr bereits Fünfte, nun peilt sie das Podest an.
Mit Mannschaftszeitfahren: Zum Auftakt stehen die Teams im Fokus. Erstmals seit 2011 (damals ein Team-Prolog in Jena) beginnt die Thüringen-Rundfahrt wieder mit einem Mannschaftszeitfahren. Der 9,1 Kilometer lange Kurs führt teilweise über die Naturrennstrecke Schleizer Dreieck. Am höchsten Punkt wird eine Zwischenzeit genommen und das erste Bergtrikot vergeben.