„Handballerische Schizophrenie“ – HC verliert erneut daheim
Viele standen am Samstag nach dem Derby gegen die SG LVB Leipzig kopfschüttelnd in der Halle. Was die Dresdner Fans gesehen hatten, war so kurz nach dem Spiel unerklärlich. Auch mit etwas Abstand fallen Erklärungen schwer. Es war wie „Gegenteiltag“ an dessen Ende für den HC das Gegenteil von Heimsieg stand. Zurückhaltend ist man in Dresden wenn es darum geht mit der Mannschaft hart ins Gericht zu gehen. Was die Mannschaft jedoch in der 2. HZ im Angriff zeigte, sollte die Mannschaft dazu veranlassen, mit sich selbst hart ins Gericht zu gehen. Auch die Zurückhaltung bei der Berichterstattung muss heute etwas ruhen. Danach muss dann aber wieder der Blick nach vorne gehen, weiterhin mit dem klaren Ziel Klassenerhalt vor Augen.
In den ersten 30 Minuten wies zunächst nichts daraufhin was die 2. HZ bieten sollte. Die Dresdner begannen gut durch einen Treffer von Alexander Matschos und eine Parade von Jan Resimius. Die Leipziger, die über weite Strecken der gesamten Spielzeit Probleme hatten ihren Positionsangriff zu etablieren, waren vor allem über die Zweite Welle und die Schnelle Mitte erfolgreich. Wenn etwas im Positionsangriff bei den Leipzigern ging, dann über den starken Kreisläufer Tommi Sillanpää und Einzelaktionen des Spielmachers Max Berthold. Sillanpääs Leipziger Kreiskollege Oliver Wendtland meldeten die Dresdner in seinen Einsatzzeiten fast komplett ab. Die Dresdner selbst spielten wohl eine ihrer besten Halbzeiten und fast konnte man das Gefühl bekommen, dass es ein sehr gutes Heimspiel werden könnte. Dies im Blick darauf, dass die Dresdner nicht unbedingt mit Heimstärke verwöhnen. Die Heimpunktbilanz spricht Bände. Beim 13:10 in der 23. Minute hatten sich die Dresdner einen ersten kleinen Vorsprung erspielt. Bis zur 26. Minute blieb der Vorsprung bestehen (14:11). Leider lies man zweimal die Chance verstreichen noch höher zu führen und so konnten die Leipziger weiter Anschluss halten und trafen durch Berthold und Wittig noch zweimal. Die Dresdner ihrerseits trafen noch einmal durch Mario Scholz zum zwischenzeitlichen 15:12. So ging der HC mit einer 15:13 Führung in die Halbzeitpause. Die Dresdner Zuschauer hatten eine gute Dresdner Mannschaft gesehen.