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Mehr Online-Handel in Sachsen: Kaufkraft unter Bundesschnitt

Eine Frau und ein Mann mit großen Einkaufstaschen gehen über eine Einkaufsstraße. / Foto: Monika Skolimowska/dpa/Archivbild
Eine Frau und ein Mann mit großen Einkaufstaschen gehen über eine Einkaufsstraße. / Foto: Monika Skolimowska/dpa/Archivbild

Verbraucher in Sachsen kaufen deutlich mehr online ein als vor sieben Jahren. Das geht aus dem Handelsatlas für 2022 hervor, den das Wirtschaftsministerium am Dienstag veröffentlichte. Demnach lag der Online-Anteil an der gesamten Kaufkraft in diesem Jahr in Sachsen bei 15,8 Prozent. 2015 waren es etwa acht Prozent. Die durchschnittliche Kaufkraft wird in der Studie mit 6128 Euro pro Einwohner angegeben und liegt damit weiter deutlich unter dem Bundesschnitt (6760 Euro). Regional gesehen ist sie im Raum Leipzig am höchsten im Freistaat.

In Sachsen gibt es dem Bericht zufolge 22 875 Einrichtungen des Einzelhandels mit einer Verkaufsfläche von rund 6,72 Millionen Quadratmetern. Im Vergleich zu 2015 ist die Gesamtfläche damit leicht zurückgegangen - 2015 waren es 6,85 Millionen Quadratmeter. Gemessen an der Einwohnerzahl liegt die Verkaufsfläche pro Kopf mit 1,66 Quadratmetern über dem Bundesschnitt (1,50). Mehr als die Hälfte der Fläche (60 Prozent) entfällt auf großflächige Geschäfte mit einer Größe ab 800 Quadratmetern. Etwa 44 Prozent aller Geschäfte des Einzelhandels decken den täglichen Bedarf ab, verkaufen also unter anderem Bekleidung, Schuhe, Spielwaren oder Sportartikel.

Den Angaben nach ist die Verkaufsfläche für Lebensmittel und Drogerieartikel in den vergangenen Jahren weiter gewachsen, während die Fläche bei Bekleidung und Schuhen kleiner wurde. Die Innenstädte, wo vorrangig solche Sortimente angeboten werden, verlören offensichtlich an Ausstrahlung als Einkaufsziel, hieß es.

Die Handelslandschaft verändere sich, konstatierte Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD). «Hohe Wachstumsraten des Onlinehandels, die Folgen der Corona-Pandemie und die schlimmen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine stellen den stationären Einzelhandel vor neue Herausforderungen.» Die Daten aus dem Handelsatlas sollen ermöglichen, die Versorgungs- und Wettbewerbssituation besser einzuschätzen.

Der Handelsatlas wurde von der Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung erstellt und von den Industrie- und Handelskammern unterstützt. Die Daten werden seit 1998 in regelmäßigen Abständen von vier bis fünf Jahren erhoben.

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