Verbraucher in Sachsen kaufen deutlich mehr online ein als vor sieben Jahren. Das geht aus dem Handelsatlas für 2022 hervor, den das Wirtschaftsministerium am Dienstag veröffentlichte. Demnach lag der Online-Anteil an der gesamten Kaufkraft in diesem Jahr in Sachsen bei 15,8 Prozent. 2015 waren es etwa acht Prozent. Die durchschnittliche Kaufkraft wird in der Studie mit 6128 Euro pro Einwohner angegeben und liegt damit weiter deutlich unter dem Bundesschnitt (6760 Euro). Regional gesehen ist sie im Raum Leipzig am höchsten im Freistaat.
In Sachsen gibt es dem Bericht zufolge 22 875 Einrichtungen des Einzelhandels mit einer Verkaufsfläche von rund 6,72 Millionen Quadratmetern. Im Vergleich zu 2015 ist die Gesamtfläche damit leicht zurückgegangen - 2015 waren es 6,85 Millionen Quadratmeter. Gemessen an der Einwohnerzahl liegt die Verkaufsfläche pro Kopf mit 1,66 Quadratmetern über dem Bundesschnitt (1,50). Mehr als die Hälfte der Fläche (60 Prozent) entfällt auf großflächige Geschäfte mit einer Größe ab 800 Quadratmetern. Etwa 44 Prozent aller Geschäfte des Einzelhandels decken den täglichen Bedarf ab, verkaufen also unter anderem Bekleidung, Schuhe, Spielwaren oder Sportartikel.