Wenn am 26. September die Wahlurnen geleert und die Briefwahlumschläge geöffnet werden, dann unter dem Eindruck eines Wahltermins, der so in der deutschen Geschichte einzigartig ist.
„Alle vier Jahre wieder“ – sofern keine unvorhergesehenen Ereignisse dazwischenkommen, etwa vorgezogene Neuwahlen. So kennen wir Sachsen es seit dem 2. Dezember 1990; im Westen ist das Prozedere sogar seit dem 14. August 1949 bekannt. Deutschland wählt einen neuen Bundestag und darüber indirekt auch den Kanzler oder die Kanzlerin. Schon traditionell ist dies die für die meisten Menschen bedeutendste Wahl auf deutschem Boden. Selbst die 2009er Wahl, ein Tiefpunkt der Beteiligung, konnte 70,8 Prozent der Wahlberechtigten mobilisieren; 2017 waren es sogar 76,2 Prozent.
Doch auch wenn die 2021er Wahl bei oberflächlicher Betrachtung wie „Business as usual“ anmuten mag, so ist sie es jedoch ganz und gar nicht. Vor allem, was die Masse der Besonderheiten anbelangt, lässt sich hier, zumindest in der bundesdeutschen Geschichte, kaum Vergleichbares finden. Lesen Sie jetzt die diversen Gründe dafür.
