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Köpping: Enttäuschung führte zu Ablehnung von Flüchtlingen

Sachsens Integrationsministerin Petra Köpping (SPD) sieht in Verletzungen der Nachwendezeit einen Grund für die Ablehnung von Flüchtlingen im Osten. «Vieles, was wir an Anfeindungen und Übergriffen erlebt haben, macht uns fassungslos», erklärte Köpping am Donnerstag in ihrer Bilanz zur Halbzeit der Wahlperiode. In unzähligen Gesprächen mit Bürgern habe sie herausfinden wollen, wo die Ablehnung und der mitunter blanke Hass herrühren: «Eine Antwort, die ich gefunden habe, liegt in den oft von Enttäuschung geprägten Erfahrungen, die viele Menschen in der Nachwendezeit erlebten.»

«Auf diese Enttäuschungen angemessen zu reagieren, diese öffentlich anzuerkennen und ernst zu nehmen, ist für mich eine Möglichkeit, unsere Gesellschaft wieder zusammen zu führen», betonte Köpping. Die Integration von Flüchtlingen zähle zu den besonders herausfordernden Aufgaben: «Viel zu lange haben wir mit einer echten und ernst gemeinten Integrationspolitik gewartet.» Aus dem Stand habe man Programme und Strukturen entwickeln müssen.

Anfangs sei Integration in Sachsen mit nicht einmal 150 000 Euro ausgestattet gewesen, inzwischen seien es gut 40 Millionen Euro jährlich: «Doch Geld allein ist nicht alles.»

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: dpa / Arno Burgi