Dresden hat kein Demo-Problem und kein Drogen-Problem, das muss hier an erster Stelle einmal festgehalten werden.
Die Diskussionen rund um die Drogen-Szene am Wiener Platz ist öffentlich und verläuft intensiv, aber gerade deshalb scheint man Fortschritte vor Ort zu machen. Sicherlich gibt es auch diese unrühmliche und unschöne Bekanntheit unserer Stadt aufgrund des montäglich spazierenden, sich selbst ernannten Bollwerks gegen den Islamismus - aber rein objektiv gesehen, kann man auch hier sagen, es ist kalkulierbar und der Sachse demonstriert scheinbar gern.
Zuletzt am Karfreitag-Vorabend, als die Jugendorganisationen zahlreicher Parteien in Dresden auf die Straße gingen, um gegen das Tanzverbot demonstrierend anzutanzen. Dabei waren die Linksjugend Dresden, die Jusos Dresden, die Grüne Jugend Dresden und die Jungliberale Aktion. Unter dem Motto: "Fight for your right to party! Nachttanzdemonstration gegen das Vergnügungsverbot!" ging es vom Gomondai-Platz quer durch die Neustadt. Während die einen gegen religiösen Fanatismus demonstrieren, demonstriert die Jugend gegen jede Form von religiös begründeten Vergnügungsverboten. "Religiöse Pflichten dürfen nicht die Freiheit konfessionsloser und andersgläubiger Menschen einschränken.", so die Veranstalter.