loading

Nachrichten werden geladen...

Hochgeschwindigkeitsbahn Dresden–Prag mit Erzgebirgstunnel

Konferenz zum Projekt Hochgeschwindigkeitsbahn. Foto:Tschechisches Generalkonsulat
Konferenz zum Projekt Hochgeschwindigkeitsbahn. Foto:Tschechisches Generalkonsulat

Auf der Konferenz Smart Rail Via Vindobona 2026 diskutierten Experten Ausbaupläne, den Erzgebirgstunnel und Smart-Rail-Innovationen für die grenzüberschreitende Verbindung Dresden–Prag.

Der Ausbau grenzüberschreitender Verkehrsverbindungen zwischen Sachsen und Tschechien stand am Dienstag und Mittwoch in Prag im Fokus der Schienenverkehrstagung Smart Rail Via Vindobona 2026. Die Veranstaltung wurde von der Fakultät für Verkehrswissenschaften der ČVUT in Prag und der Správa železnic (Eisenbahnverwaltung 🇨🇿) organisiert, mit zahlreichen internationalen Partnern, darunter die TU Chemnitz und der Smart Rail Connectivity Campus e.V. Das teilte das Tschechische Konsullat in Dresden mit.

Im Mittelpunkt der Konferenz standen detaillierte Präsentationen zum Projekt der Hochgeschwindigkeitsbahnstrecke Dresden–Prag. Vertreterinnen und Vertreter beider Länder betonten die strategische Bedeutung der Verbindung für den Personen- und Güterverkehr sowie die Rolle als Motor für regionale Entwicklung und Wirtschaftsbeziehungen. Ein weiterer Schwerpunkt war der geplante Bau des einzigartigen Erzgebirgstunnels. Ingenieure stellten technische Konzepte, erwartete Bauphasen und Herausforderungen beim Schutz von Umwelt und Bergbaukultur vor. Der Tunnel gilt als Schlüsselbauwerk für eine verkürzte Reisezeit und erhöhte Kapazität auf der Strecke.

Die Tagung widmete sich zudem Smart-Rail-Technologien: digitale Stellwerke, vernetzte Zugsicherungssysteme und Energieeffizienzlösungen wurden in Fachvorträgen und Live-Demonstrationen präsentiert. Teilnehmer hoben die Bedeutung innovativer Systeme hervor, um Betriebssicherheit und Pünktlichkeit bei grenzüberschreitenden Fahrten zu erhöhen.

Organisatoren unterstrichen, dass die Konferenz Teil eines EU-Interreg-Projekts ist. Die Förderung ermögliche grenzüberschreitende Planung, gemeinsame Forschungsarbeiten und den Austausch bewährter Verfahren zwischen öffentlichen Stellen, Universitäten und der Industrie. Nur durch koordinierte Planung, Finanzierung und technologische Harmonisierung lasse sich das Potenzial der Dresden–Prag-Achse voll ausschöpfen. Die Konferenz setzte damit ein klares Signal für beschleunigte Projekte und vertiefte Kooperation in der Region.