Schon ein erfolg, oder? Seit Anfang des Jahres läuft in Tschechien eine Waffenamnestie, bei der Bürger illegale Waffen freiwillig abgeben oder legalisieren lassen können, sofern sie den gesetzlichen Vorschriften entsprechen. Die Aktion soll illegale Bestände reduzieren und historisch wertvolle Stücke sicherstellen. Das teilte Radio Prague International mit.
Im ersten Monat der Amnestie übernahm die Polizei 787 Schusswaffen, 20.000 Stück Munition, 144 Patronen und 53 Gramm Sprengstoff von Privatpersonen. Die Angaben stammen aus offiziellen Polizeiberichten und zeigen ein breites Spektrum abgegebener Gegenstände von modernen Waffen bis zu historischen Relikten. Polizeisprecherin Irena Brodská sprach von ungewöhnlichen Funden: „Im Rahmen der Waffenamnestie sind auch interessante Gegenstände aufgetaucht, wie beispielsweise ein einzigartiges deutsches VG-45-Gewehr im Wert von einer Million Kronen. Ebenfalls wurde ein französisches Maschinengewehr der Marke Hotchkiss aus der Nachkriegszeit abgegeben.“ Solche Stücke wecken sowohl historisches als auch kriminaltechnisches Interesse.