Ende 2025 waren in Tschechien 1.131.197 ausländische Staatsangehörige registriert, wie der vierteljährliche Migrationsbericht des Innenministeriums zeigt. Die Zahl setzt damit ihren Aufwärtstrend fort: im Quartalsvergleich stieg sie um 2,15 Prozent (23.794 Personen), im Jahresvergleich um 37.108 Personen beziehungsweise 3,4 Prozent.
Mit 612.953 Personen (54,2 Prozent) stellen ukrainische Staatsangehörige weiterhin die mit Abstand größte Gruppe. Insgesamt entfallen 894.607 Personen oder 79 Prozent auf Staatsangehörige aus Drittstaaten, während EU-/EWR-Staaten und die Schweiz mit 236.590 Personen rund 21 Prozent ausmachen. Unter den Top-10-Herkunftsländern folgen die Slowakei (125.280), Vietnam (69.685) und Russland (37.524). Deutsche Staatsangehörige sind mit 11.061 Personen vertreten.
Regional konzentriert sich die ausländische Bevölkerung deutlich in Prag (Anteil 32,4 Prozent), gefolgt vom Mittelböhmischen Kreis (14,5 Prozent). Am geringsten ist die Präsenz im Zlínský kraj mit 2,4 Prozent. Diese regionale Verteilung beeinflusst Arbeitsmarkt, Wohnungsmarkt und kommunale Dienstleistungen in den betroffenen Regionen.
Die Statistik verzeichnet auch einen Anstieg der illegalen Migration um 14,6 Prozent auf 10.838 Fälle. Maßgeblich war ein Zuwachs bei illegalem Aufenthalt (+1.279 Fälle) sowie 98 zusätzliche Feststellungen bei unerlaubter Einreise an der äußeren Schengen-Grenze. Am häufigsten betrafen die Fälle Personen aus der Ukraine, Moldau und Vietnam (gemeinsam 64,2 Prozent). Parallel ging die transitorische illegale Migration um 64,8 Prozent zurück. Seit 12. Oktober ist zudem das europäische Entry/Exit System (EES) in Betrieb, das an den äußeren Schengen-Grenzen – in Tschechien vor allem an internationalen Flughäfen – das manuelle Abstempeln ersetzt und die Kontrollen digitalisiert.