Die sächsische Verkehrsministerin Regina Kraushaar und ihr tschechischer Amtskollege Ivan Bednárik haben sich bei einem Treffen am 15. Mai 2026 für die weitere Umsetzung der geplanten Bahnneubaustrecke zwischen Dresden und Prag ausgesprochen. Wie das Sächsische Staatsministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung mitteilte, stand dabei insbesondere die Finanzierung des grenzüberschreitenden Großprojekts im Mittelpunkt.
Die neue Strecke soll den Bahnverkehr zwischen Sachsen und Tschechien deutlich beschleunigen. Herzstück des Projekts ist ein rund 30 Kilometer langer Tunnel durch das Erzgebirge. Dadurch könnte sich die Fahrzeit zwischen Dresden und Prag von derzeit etwa zwei Stunden und 15 Minuten auf gut eine Stunde verkürzen.
Nach Angaben der Ministerin soll der Bund die weitere Planung finanziell absichern. Für den Bundeshaushalt 2027 seien dafür rund 20 Millionen Euro vorgesehen. Regina Kraushaar kündigte an, das Vorhaben am 21. Mai im Deutschen Bundestag zu erläutern.
Die CDU-Politikerin bezeichnete die Bahnverbindung als „bedeutendes europäisches Schlüsselvorhaben“. Es handle sich nicht nur um ein regionales Infrastrukturprojekt, sondern um einen wichtigen Bestandteil des europäischen Güter- und Personenverkehrs. Auch die Europäische Union habe Bereitschaft signalisiert, das Projekt finanziell zu unterstützen.