Roma in Tschechien sind laut einer aktuellen Untersuchung der Europäischen Union überdurchschnittlich häufig von Diskriminierung betroffen. Das geht aus der „Roma Survey 2024“ der EU-Agentur für Grundrechte hervor. Demnach berichtete rund ein Drittel der Roma in den untersuchten EU-Staaten von Diskriminierung innerhalb des vergangenen Jahres. In Tschechien liegt der Anteil noch höher.
Die Studie nennt zahlreiche Bereiche des täglichen Lebens, in denen Roma Benachteiligungen erleben. Dazu zählen unter anderem abgelehnte Bewerbungen, Probleme beim Zugang zum Gesundheitswesen, Benachteiligungen im öffentlichen Nahverkehr sowie eingeschränkte Chancen im Bildungsbereich und bei privaten Dienstleistungen.
Die Ergebnisse rückten rund um den Internationalen Roma-Tag am 8. April erneut in den Fokus. Präsident Petr Pavel empfing dazu etwa 20 Vertreter der Roma-Gemeinschaft auf der Prager Burg. Pavel erklärte, in Tschechien lebten schätzungsweise rund 250.000 Roma. Eine vollständige Integration dieser Bevölkerungsgruppe sei Voraussetzung für eine funktionierende und tolerante Gesellschaft.