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EU-Finanzindex: Tschechien verbessert sich erneut, Energiekosten bleiben hoch

EU-Finanzindex: Tschechien verbessert sich erneut, Energiekosten bleiben hoch
Symbolbild Tschechische Krone / pixabay Obsahovka
Von: News aus Tschechien
Tschechien hat sich im EU-Index für Wohlstand und finanzielle Gesundheit auf Platz sieben verbessert – das bisher beste Ergebnis seit Einführung des Rankings 2022. Haupttreiber ist die höchste Sparquote aller EU-Staaten.

Tschechien belegt im aktuellen EU-Index für Wohlstand und finanzielle Gesundheit den siebten Platz – das bislang beste Ergebnis seit Einführung des Rankings im Jahr 2022, als das Land noch Rang 13 belegte. Das geht aus den aktuellen Indexdaten hervor. Ausschlaggebend für den Aufstieg ist vor allem die Sparneigung der Bevölkerung: Tschechische Haushalte legen mehr als ein Fünftel ihres Einkommens zurück und erreichen damit die höchste Sparquote in der gesamten Europäischen Union.

Analystin Tereza Hrtúsová von Česká spořitelna erklärte, tschechische Haushalte hätten Ende Mai 2026 Einlagen von rund 3,3 Billionen Kronen auf täglich verfügbaren Bankkonten gehalten – fast die Hälfte davon auf Girokonten. Gleichzeitig wächst das Interesse am Investieren: Laut Daten der tschechischen Kapitalmarktvereinigung bezeichnen sich bereits 46 Prozent der Bevölkerung als Anleger, weitere 27 Prozent erwägen Investitionen aktiv. Der Anteil derer, die Investitionen grundsätzlich ablehnen, geht zurück.

Schwächen bestehen weiterhin bei den Energiekosten, dem Anteil von Investitionen am Haushaltsvermögen und der finanziellen Gleichstellung der Geschlechter. Im Gender Equality Index fiel Tschechien von Rang 15 auf 18 zurück. Besonders schlecht schneidet das Land bei der politischen, sozialen und wirtschaftlichen Machtverteilung zwischen Frauen und Männern ab – hier zählt Tschechien zu den EU-Schlusslichtern.

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Im EU-weiten Vergleich löste Dänemark die Niederlande an der Spitze ab, dahinter folgen Schweden und die Niederlande. Die Spitzenländer zeichnen sich durch hohe Investitionen und niedrige materielle Benachteiligung aus – weisen aber auch eine der höchsten Haushaltsverschuldungen in der EU auf, vor allem wegen hoher Hypothekenquoten. In Tschechien wohnen zwar rund drei Viertel der Haushalte im Eigenheim, aber nur rund jeder fünfte finanziert seine Immobilie über ein Darlehen.

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