Die sommerliche Hitze ist zwar vorbei, doch in Tschechien bleibt die Trockenheit ein erhebliches Problem. Das zeigen aktuelle Daten der Wissenschaftler von CzechGlobe auf dem Portal InterSucho. Demnach sind große Teile des Landes weiterhin von Bodenwasser-Mangel betroffen. Besonders angespannt ist die Situation in Mähren sowie in weiten Teilen Südböhmens.
In Mähren ist die Wasserversorgung des Bodens bis in eine Tiefe von einem Meter weiterhin sehr gering. Auch in Böhmen sind die Wasservorräte insbesondere in tieferen Bodenschichten zwischen 40 Zentimetern und einem Meter begrenzt. Die Prognosen für die kommenden neun Tage lassen zudem kaum Entspannung erwarten. Lediglich beim Durchzug einer Wetterfront von Mittwoch auf Donnerstag werden einige Millimeter Niederschlag erwartet.
Besonders deutlich wird die Belastung der Vegetation beim sogenannten kumulierten Trockenstress. Dieser Wert beschreibt, wie viel Prozent der vergangenen sechs Monate ein Gebiet unter Wassermangel litt. In Teilen Südmährens lag der Wert bei mindestens 70 Prozent, örtlich sogar bei mehr als 90 Prozent. Ähnlich angespannt ist die Lage im Ústecký kraj, ausgenommen einige Gebirgsregionen und der Schluckenauer Zipfel. In großen Teilen des Landes liegt der Wert bei mehr als 50 Prozent.