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Marienbad: Hotel Lesní mlýn wird Kulturdenkmal

Marienbad: Hotel Lesní mlýn wird Kulturdenkmal
Der historische Hotelkomplex Lesní mlýn liegt am nördlichen Rand von Marienbad nahe der Quelle Lesní pramen. Foto: Nationales Kulturerbeinstitut NPU
Von: News aus Tschechien
Der historische Hotelkomplex Lesní mlýn in Mariánské Lázně ist zum Kulturdenkmal der Region Karlsbad erklärt worden. Die Anlage gilt als besonders gut erhaltenes Beispiel der Kurarchitektur des späten 19. Jahrhunderts.

Marienbad (Mariánské Lázně) hat mit dem Hotel Lesní mlýn ein neues Kulturdenkmal. Das teilte das Nationales Kulturerbeinstitut NPU mit. Die Anlage am nördlichen Rand des westböhmischen Kurortes nahe der Quelle Lesní pramen gilt als bedeutendes Beispiel für die Entwicklung der Kurarchitektur im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts. Die heutige Gestaltung ist vor allem von der italienischen Neorenaissance geprägt.

Die Geschichte des Komplexes reicht jedoch weiter zurück. Der Müller Johann Schneider errichtete die Mühle im Jahr 1833. Bereits ab 1837 wurde sie für Touristen und Kurgäste genutzt. Im Laufe der folgenden Jahrzehnte wurde das Gebäude mehrfach umgebaut. 1877 kam ein niedriger Anbau mit Gesellschaftsräumen im historistischen Stil hinzu. Seine heutige Gestalt erhielt der Hotelbau um die Wende zum 20. Jahrhundert.


Die Architektur ist von der italienischen Neorenaissance geprägt. Foto: Nationales Kulturerbeinstitut NPU

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Haus zunächst in „Alhambra“ umbenannt. Ab 1950 diente es unter dem Namen „Donbas“ als zentrale Gewerkschafts-Erholungsstätte. Weitere Umbauten folgten, zuletzt in größerem Umfang in den 1980er Jahren. Nach 1990 erhielt der Komplex seinen ursprünglichen Namen Lesní mlýn zurück. Mit dem Ende der gewerkschaftlichen Erholung 1992 wurde die Anlage jedoch aufgegeben und verfiel zunehmend.

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Seit 2018 befindet sich der Komplex im Besitz des heutigen Eigentümers, der sich schrittweise um die Rettung und eine sinnvolle Nutzung bemüht.

Zum denkmalgeschützten Areal gehören neben dem viergeschossigen Hotelgebäude mit dem ehemaligen Café auch ein Gesellschaftsgebäude mit überdachter Terrasse und gusseiserner Kolonnade sowie ein großer Saal. Hinzu kommt ein kleinerer Unterkunftsbau am Standort der ursprünglichen Mühle.

Besonders hervorgehoben wird die weitgehend authentisch erhaltene Struktur des gesamten Ensembles einschließlich seiner Verbindung zur umgebenden Landschaft und zum Úšovický-Bach. Im großen Gesellschaftssaal ist zudem eine reich verzierte Stuckdecke mit neorenaissancezeitlicher Ausmalung erhalten geblieben. Auch die gusseiserne Konstruktion der Veranda zählt zu den wertvollen historischen Elementen.

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