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Prag plant Umnutzung historisches Depots Orionka in Vinohrady

Prag plant Umnutzung historisches Depots Orionka in Vinohrady
Das historische Straßenbahndepot Orionka Prag Vinohrady soll zu einem multifunktionalen Zentrum für Kultur, Gemeinschaft und Nachhaltigkeit umgebaut werden – mit möglichem Aufnahmestudio für Sinfonieorchester. Foto: Portál hlavního města Prahy
Von: News aus Tschechien
Das seit Jahrzehnten kaum genutzte historische Straßenbahndepot Orionka im Prager Stadteil Vinohrady soll zu einem multifunktionalen Kultur-, Gemeinschafts- und Nachhaltigkeitszentrum umgebaut werden. Die Stadt hat die städtische Gesellschaft THMP mit der Revitalisierungsplanung beauftragt.

Das historische Prager Straßenbahndepot Královské Vinohrady, bekannt als Orionka, soll nach Jahrzehnten des Leerstands zu einem lebendigen Stadtquartier umgestaltet werden. Das teilte die Prager Stadtregierung mit. Die Stadt hat die städtische Gesellschaft Technologie hlavního města Prahy (THMP) mit der Vorbereitung der Revitalisierung beauftragt. Entstehen soll ein Konzept, das Kultur, Gemeinschaftsleben, Sport und Nachhaltigkeit verbindet. Das Areal umfasst rund 7.015 Quadratmeter und dient seit Mitte der 1950er Jahre nicht mehr seinem ursprünglichen Verkehrszweck.

Stadtrat Tomáš Slabihoudek, zuständig für Kultur, betonte: „Orionka ist genau so ein Ort. Wir wollen ihren Charakter und ihre Geschichte bewahren, sie aber zugleich den aktuellen Bedürfnissen der Stadt öffnen." Besonders ambitioniert ist die Idee, die Orionka zu einem internationalen Aufnahme- und Produktionszentrum für Filmmusik, Serienmusik, Spielemusik und weitere Formate zu machen. Kulturdirektor Jiří Sulženko sieht in dem Areal das Potenzial für einen Ort europäischen Ranges: „Prag fehlt ein Raum, in dem ein ganzes Sinfonieorchester Platz findet. Orionka hat diese Parameter – ein europäisches Pendant zu Abbey Road in London oder Air Studios wäre denkbar."

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Parallel soll die Orionka ohne lange Wartezeit zugänglich gemacht werden. Als eines der ersten konkreten Projekte ist ein Re-use-Zentrum geplant, in dem Möbel, Bücher, Spielzeug, Kinderwagen und andere Haushaltsgegenstände gesammelt, sortiert und zur Weiternutzung angeboten werden. Die Außenbereiche des Geländes sollen möglichst bald – saisonal von Juni bis September – für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Langfristiges Ziel der Stadt ist ein kostendeckender Betrieb: Mieteinnahmen und andere Erlöse sollen die laufenden Kosten des Areals tragen, ohne dauerhaft städtische Betriebszuschüsse zu benötigen.

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