Die finanzielle Lage vieler tschechischer Haushalte hat sich im Jahresvergleich verschlechtert. Das geht aus einer Umfrage des Kreditanbieters Provident Financial hervor, der im Mai 1.000 Personen befragte. Demnach geben 13 Prozent der Befragten an, am Monatsende nach Abzug aller Ausgaben kein Geld mehr übrig zu haben – gegenüber 9 Prozent im Vorjahr. Der Anteil derjenigen, die zumindest etwas übrig behalten, sank um fünf Prozentpunkte auf 84 Prozent.
Auch die Sparfähigkeit nimmt ab: Nur noch 43 Prozent der Befragten haben mindestens 20 Prozent ihres Monatseinkommens nach Ausgaben übrig – neun Prozentpunkte weniger als 2025. Knapp die Hälfte der Tschechen legt dennoch regelmäßig einen Teil des Gehalts zurück.
Gleichzeitig zeigt die Umfrage eine verbesserte finanzielle Widerstandsfähigkeit: Mehr als ein Viertel der Befragten verfügt über ausreichende Ersparnisse für mehr als ein Jahr – gegenüber nur 15 Prozent im Vorjahr. Der Anteil derjenigen ohne jede finanzielle Reserve sank von 18 auf 13 Prozent. Der Anteil von Befragten, deren Ersparnisse weniger als drei Monate reichen würden, fiel auf 12 Prozent, nach 17 Prozent im Vorjahr.